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Bangkok

Die Stadt mit dem längsten Namen.

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Bangkok heisst mit richtigem Namen: Erhabene Hauptstadt wie im himmlischen Königreich, wo der Jadebuddha beheimatet ist, uneinnehmbarer, glorreicher, unsterblicher Ort, überaus mächtig, altehrwürdig, neunfach mit heiligen Juwelen geschmückte himmlische Stadt mit zahllosen Palästen, der Platz an dem Könige residieren, auf Befehl des grossen Indra errichtet von Vishnu. Laut 'Guiness Buch der Rekorde' ist dies der längste Namen der Welt. Aus Platzgründen werden wir uns auf die Kurzform "Bangkok" beschränken.

Nicht nur der Name, auch die Stadt ist riesig. Sie ist zu gleichen Teilen faszinierend wie auch abstossend. Luxus und Armut gehen Hand in Hand zusammen; tiefgekühlte Einkaufschlösser und Hotels grenzen an Abwasserkanäle und Slumviertel.

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In den Strassen herrscht das pure Chaos. Hier gilt das altbewehrte Faustrecht "der Stärkere gewinnt". Ab und zu erspäht man im Dunst ganz verschwommen einen Polizisten, der hilflos ins Funkgerät hustet: "mayday, mayday, we have ä stau here". Zudem wimmelt es von uniformierten Trillerpfeifen mit weissen Handschuhen. Sie sorgen für Sicherheit auf dem Trottoir: "Autos first!". Als Fussgänger kann man froh sein, wenn man am Abend wieder heil in den heimischen viel Hotelwänden ist.

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Bangkok sei die Stadt mit den schönsten Tempeln Thailands. Wir haben sehr viele besucht. Es ist eindrücklich, wie tief der Buddhismus in diesem Volk verankert zu sein scheint. Doch mit den Tempeln ist es wie mit den Kirchen in Rom - wer meint, er könne alle besuchen, der irrt sich gewaltig. Auch hier gilt Qualität vor Quantität, oder "die guten ist Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen".

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Doch nun von Anfang an. Wir standen also am Sonntag alleine mit unseren Tevas in den Strassen von Bangkok ohne Unterkunft. Voller Frust machten wir uns auf die Suche nach einem Bett und wurden nach mehreren Hotelbesichtigungen in einer kleinen Herberge fündig. Todmüde fielen wir ins plastifizierte Bett und träumten vom schönen 'Chan Cha Lay' in Krabi. Frühmorgens machten wir eine neue Online-Buchung fürs Woraburi und bezahlten dieses Mal Cash in der Bank ein - und welch Wunder, wir konnten bald darauf im Hotel einchecken. Leider war unsere Zimmerklasse voll belegt, so dass wir 2 Nächte im Super-Deluxe-Room übernachten mussten.

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Vom Hotel aus machten wir täglich unsere Entdeckungs- und Abenteuertouren im Stadtjungle. Trotz schweizerischer Präzisionsplanung am Abend zuvor konnte unser Tagesprogramm nie orginal abgehalten werden. Dennoch haben wir das wichtigste gesehen: Golden Mountain, Grand Palace, Wat Pho, Wat Arun, Standing Buddha, Marble Temple,...

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Unterwegs waren wir immer mit Skytrain, U-Bahn oder Bussen. Tuk-Tuk haben wir nur den Hotelservice in der Soi 4 genutzt, Taxifahrer haben wir kategorisch ignoriert. Wer geglaubt hat, dass man in Bangkok nicht Busfahren kann, der hat sich geirrt: es gibt nämlich eine Logik im Chaos. Man braucht nur die 'Map of Bangkok' vom 'Duty free King', einen highspeed-online-GPS-Kartenleser und etwas Mut und schon kann die Grossstadtsafari beginnen. Unser Fazit: wir sind immer ans richtige Ziel gekommen!

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Wenn uns der Rummel zu viel wurde, flohen wir entweder in die Hotel-Pooloase oder in einen Luxuskühlschrank zum Shoppen, ins Kino gehen oder wir assen uns kreuz und quer durch Asien im Food Court. Am letzten Abend genossen wir eine Vorstellung im thailändischen Puppentheater (Joe Louis Puppentheater). Hier wurde mit Puppen, Schattenfiguren, Maskentänzer und Musik die Entstehung der Mondfinsternis erzählt. Wir waren hellbegeistert.

Nach fünf interessanten Tagen sind wir gesättigt von der Feinstaubbelastung und machen uns aus dem Staub (oder besser Smog) und ziehen Richtung Norden.

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Unten finden Bangkok-Greenhorns ein paar Tips und Tricks:

  • Trau keinem Fremden (Thai oder Westler), der dich auf offener Strasse anquatscht. Er will dir nur eine günstige Tuk-Tuk Fahrt mit Besichtung einer Fabrik aufschwatzen oder dir sonst was verkaufen.
  • Du brauchst kein Tuk-Tuk oder Taxi (reine Geldverschwendung), es gibt genügend Alternativen.
  • Vergewissere dich mit eigenen Augen, ob Attraktionen wirklich geschlossen sind, meist sind die Angeber nur wieder Tuk-Tuk Freunde, die dich auf eine Fahrt (siehe oben) locken wollen.
  • Buche das Hotel frühzeitig über das Internet.
  • Zweifle nie an deiner Mastercard, es liegt am thailändischen System.
  • Frage immer 10 Thais (oder mind. 2 Touris) nach dem Weg und wähle dann den mit höchster Trefferquote.

Posted by kasa 13.08.2006 02:46 Archived in Backpacking | Thailand

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Comments

Hallo zusammen
Besten Dank für den interessanten Bericht.
Wir sind froh, dass Ihr als CH-Freiwild dem Bangkok-Dschungel unbeschadet entfliehen konntet.
Witerhin ä gueti Reis u ä gueti Ziit!
Mami & Päpu

13.08.2006 by quaile

Sabadikhaaa!
Es ist spannend und amüsant zugleich, auf Euren Photos und in den Erzählungen zu sehen oder lesen, dass Ihr beide wohl genau an den gleichen Orten gestanden habt wie Sandra & ich vor einem halben Jahr! Auch die Tipps & Tricks für Bangkok könnte ich unterschreiben *smile*!
Hebed's guät und schriibed wiiterhin so lässigi Bricht!
CU, Maikoll

13.08.2006 by Maikoll

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