A Travellerspoint blog

Aller Anfang ist schwer - auch in Malaysia!

Kuala Lumpur - Tanah Rata (Cameron Highlands)

snow 15 °C
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Frühmorgens fuhr unser Bus von der Khao San Road in Bangkok zum Flughafen ab. Dort war der Check-in Schalter für unseren Flug noch geschlossen, so dass wir uns davor die Zeit mit Schachspielen vertrieben. Als er dann endlich aufging hatten wir natürlich Übergewicht (also das Gepäck) und so mussten wir zuerst alles umladen - welche Fluggesellschaft hat schon eine Gewichtslimite von nur 15kg?! (Name der Redaktion bekannt)

In Kuala Lumpur angekommen lief alles wie am Schnürchen: Gepäck kam sofort, Immigration klappte schnell und der Taxiservice war gut. Voller Zuversicht stiegen wir vor dem Allson Genesis Hotel, das wir über Internet gebucht haben aus. Als der nette Herr am Empfangsschalter minutenlang im Computer rumschaute, wussten wir bereits was es geschlagen hatte: KEINE RESERVATION! Nicht schon wieder! Zwar hatten wir die Bestätigung der Agentur, dass die Kreditkarte akzeptiert wurde, doch hatte sie uns am selben morgen um 5.34Uhr gemailt, dass das Hotel ausgebucht sei. Und so standen wir mit unseren tonnenschweren Rucksäcken und den bis zum Himmel stinkenden Tevas ohne Bett in den Strassen von Bangkok, ähhh Kuala Lumpur (Déjà-vu? Für uns auch!). Nach etwas Suchen wurden wir jedoch in der selben Region in einem kleinen Hotel fündig.

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Von hier aus erkundeten wir in 2 Tagen die Stadt: Nationalmoschee, KL Railway Station, Platz der Unabhängigkeit, Chinatown, KL Tower, Twintowers und vieles mehr. Im Vergleich zu Bangkok ist Kuala Lumpur viel freundlicher; es ist sauberer, übersichtlicher, weniger hektisch und alles scheint etwas organisierter zu sein. Der öffentliche Verkehr ist viel besser (weniger Stau, keine Tuk Tuk's, gutes Monorail- und U-Bahnnetz). Was auch anders ist, ist die Omnipräsenz des Isam: viele Leute sind der Religion entsprechend angezogen (Kopftücher, Männer in weissen Röcken), überall stehen Moscheen, die Gebäude sind voll von muslimischen Symbolen.

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Nicht nur die Leute und die Stadt sind anders als in Thailand, auch mit dem Reisen hatten wir zuerst Mühe, uns umzustellen. Da die meisten Hotels in der Stadt momentan ausgebucht sein sollen, hatten wir Angst, dass wir nun die ganze Tour bis nach Singapore durchplanen müssen. Da wir unsere Reiseroute noch nicht festgelegt hatten und uns im Hotel nicht besonders wohl fühlten (Kakerlaken, besoffene laute Nachbarn) flohen wir mit gemischten Gefühlen in die Cameron Highlands.

Hier oben auf ca. 1500 m.ü.M. konnten wir uns wieder etwas sammeln und anklimatisieren (weniger an die Kälte, mehr ans Land). In einem kleinen Guesthouse etwas weg vom Zentrum fanden wir ein nettes Zimmer und sehr herzliches Personal. Im Gespräch mit anderen Travellern durften wir feststellen, dass unsere Befürchtungen nicht wahr sind und dass wir unsere Backpackergewohnheiten betreffend Reservationen (nämlich keine) nicht ändern müssen. Darüber waren wir sehr erleichtert.

Angewöhnen mussten wir uns aber ans Klima. Wir konnten uns hier oben mit allen Schweizerinnen und Schweizern solidarisieren. 15 °C am Morgen, Regen und Nebel. Das alles trägt zu einer faszinierenden Landschaftsszenerie bei. Aber Morgen soll damit fertig sein, denn es geht weiter Richtung Meer (ätschi bätschi).

Heute Morgen hatten wir eine weitere Lektion in unserer Reihe über "Landwirtschaftliche Produkte aus Asien" - das Thema heute: "Tea time". Seit 1929 wird hier oben in den Highlands Tee angepflanzt. Wir besuchten auf einer sonst mässigen Sightseeingtour das 'BOH Tea Estate':

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Die jungen Teepflanzen werden während 2 Jahren in die gewünschte Kulturform gezüchtet. Anschliessend werden die jungen Triebe alle 3 Wochen von Pflückern maschinell (früher von Hand) geerntet. Alle 3 Jahre muss der Teebusch radikal zurückgestutzt und für 3 Monate in Ruhe gelassen werden, sonst wird aus dem Busch ein Baum. Die Lebenserwartung einer Teepflanze beträgt 120 Jahre.
Nach der Ernte werden die Blätter in der Fabrik mehrere Stunden gerollt. Dadurch wird der Saft der Blätter freigesetzt, der anschliessend zur Fermentation (Geschmacksbildung) beiträgt. Dieser Rohtee wird nun getrocknet, maschinell der Grösse nach sortiert und später verpackt. Just add water and enjoy your next tea time!

Posted by kasa 01:40 Archived in Malaysia Tagged backpacking

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Comments

Wart ihr auch auf den Twintowers. Ich denke, dass ich die Brücke nur unter Todesangst überqueren könnte.

by Schwini

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