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Bali - Insel der Götter und Dämonen

Kuta Legian - Padang Bai - Gili Air (Lombok) - Ubud

sunny 34 °C
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Bali - Insel der Götter und Dämonen. So wird die kleine indonesische Insel in der Balisee bezeichnet. Nach einem guten Flug von Singapore her (super Flughafen!!!) über den Äquator kamen wir spätabends in Denpasar an. Alles klappte vorzüglich: Gepäckausgabe, Einreise, Zoll, Taxi. Auch beim Hotel waren uns die Götter gut gesinnt, die Internetreservation hat für einmal geklappt (Ratestogo.com sei Dank!).

Unser Hotel lag mitten im Touristenkuchen von Kuta Legian an der Südwestküste. Es war ein gutes *** Hotel mit gutem Frühstücksbuffet und kühlem Swimmingpool. Da uns der Strand nicht sonderlich gefiel, verbrachten wir die meiste Zeit im Resort. Doch es gab auch noch einen anderen Grund für unseren Rückzug: Dämonen! Ja, draussen vor dem Hotel leben in den engen Gässchen geldgierige Wichte, die nur darauf lauern, Touristen ausnehmen zu können.

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Nach drei Tagen machten wir uns auf die Spuren der Götter und fuhren nach Padang Bai. Dort fanden wir für 7 SFr. pro Nacht (inkl. Frühstück) ein nettes zweistöckiges Bambusbungalow in einem gepflegten Garten direkt am Strand. Leider gab es auch hier böse Nachtdämonen: die Fähre hornte alle 90min mindestens 4x vor dem Ablegen, die Hunde bellten im Akkord und von den Hähnen wollen wir erst gar nichts erzählen. Doch Padang Bai hat auch sehr schöne Seiten. So verbrachten wir einen ganzen Tag an unserem Halbprivatstrand in der 'Blue Lagoon'. Zwischen schwarzen Lavamuränen legten wir unsere farbigen Strandtücher in den weissen Sand und genossen das kristallklare, blaue Wasser...

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Von Padang Bai aus gibt es eine Fährverbindung nach Lombok, der Nachbarinsel Balis. Da wir sehr gutes über die Inselgruppe (Gilis) im Norden Lomboks gehört und gelesen haben, wollten wir einen Abstecher dorthin wagen. Frühmorgens quetschten wir uns mit Lastwagen, Autos und einer handvoll Traveller auf die schwimmende Rostbarke. Nach 5 Stunden Überfahrt legten wir in Lembar an, von wo uns ein Shuttelbus direkt nach Bangsal brachte. Hier wurden wir von kleinen Fischerbooten nach Gili Air verfrachtet. Nach geschlagenen 10 Stunden Reise waren wir froh, unser Gepäck neben ein Bett stellen zu können.
Da uns das Resort nicht gefiel, suchten wir am nächsten Morgen ein anderes. Fündig wurden wir im 'Sejuk Cottages'. Das ist eine brandneue kleine Bungalowanlage, welche erst im August eröffnet wurde und zum Teil immer noch im Bau steht. Hier hatten wir unser wunderschönes Bungalow mit Veranda und Himmelbett. Die Tage verbrachten wir mit Spaziergängen um die Insel, baden, schnorcheln, lesen, Sonnenuntergang geniessen und Nachtessen.

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Das Schnorcheln war ein riesen Highlight. Rund um die Inseln befinden sich viele Korallengärten. Auch wenn viele durch Dynamitfischerei, Verschmutzung und dem El-Nino-Phänomen zerstört sind, findet man immer noch wunderschöne Plätzchen. Da tummeln sich tausende farbige Korallenfische und riesige Wasserschildkröten. Sicher wäre es auch wunderschön zum Tauchen gewesen, doch leider musste Sascha seine Klimaanlagenerkältung von Kuta auskurieren (wirklich böse Geister!). Dafür charterten wir kurzum einen Tag lang ein Fischerboot mit Captain, das uns zu mehreren Schnorchelplätzen schiffte. Es war traumhaft.
Auf den Gilis fanden wir ein kleines Paradies mit freundlichen und offenen Menschen, sehr gutem Essen (täglich frischen Fisch vom Grill auf den Teller) und netter Gesellschaft. Nur der Ramadan nahm den Einheimischen die Energie, weshalb alles etwas langsamer lief (adeng adeng). Nur Nachts, nach dem Essen, hatte der Muezin scheinbar unendliche Kräfte zum Singen. Er verbreitete seine frohe Kunde stundenlang über die ganze Insel - auch ein Gebet um 2 Uhr morgens...

Nach fünf unvergesslichen Tagen verabschiedeten wir uns schweren Herzens von den Gilis und fuhren zurück nach Bali, wo wir immer noch hinduistische Götter jagen wollen. Nach einer weiteren Nacht in Padang Bai reisten wir nach Ubud, ins Herz von Bali, wo wir die Geister in einer Vollmondnacht erwarten...

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Posted by kasa 04:30 Archived in Indonesia Tagged backpacking

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Comments

...lasst mir die niedlichen Äffchen im nahegelegenen Affenwald von Ubud grüssen! Schaut aber zu, dass Ihr sämtliche Esswaren gut versteckt - die kleinen "Biester" sind ganz schön frech :-)
Liebe Grüsse aus dem herbstlichen St. Gallen,
Maikoll

by Maikoll

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