A Travellerspoint blog

Oct 2006

Vom Strand in die Wolken

Mui Ne - Da Lat

overcast 26 °C
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Mit dem "Open Tour"-Bus fuhren wir von Saigon nach Mui Ne. Dort nahmen wir uns ein nettes kleines Hotel am Strand mit einem herrlichen grünen Palmengarten. Der weisse Strand lud herrlich zum Baden ein. Leider wurde der Wind am Nachmittag immer stärker, was nur die Kitesurfer freute, welche sich im Meer tummelten.

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Neben dem Strand hat man in Mui Ne auch einen schönen Einblick in das Leben der Fischer. Ganz in der Nähe vom Hotel befindet sich das eigentliche Fischerdorf, in dessen Hafen hunderte von farbigen Booten liegen. Diese verlassen bei der Abenddämmerung das Ufer und sorgen für ein Lichtermeer draussen auf dem Wasser. Neben diesen Booten sieht man aber auch Korbboote - kuriose Weidekörbe, in welchen 2-3 Personen Platz finden. Diese werden mit den grossen Booten hin und her geschifft. Für kleine Strecken dient ein einzelnes Ruder.
Auch am Morgen reihen sich die Fischerfamilien am Strand auf und ziehen in gemeinsamer Arbeit schwere Netze an Land. Es ist faszinierend, diesem Treiben zuzuschauen.

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Neben der Fischerei gibt es schöne Sanddünen zu besichtigen. Im sogenannten 'Red Canyon' hat man den Eindruck, mitten im 'Bryce Canyon Nationalpark' in Amerika zu sein (nur etwas kleiner).

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Eine kleines Stück mit roten Dünen unmittelbar hinter dem Fischerdorf versetzt einem mitten in der Sahara. Kinder versuchen den Touristen für ein paar Dong ihre Plastikmatten anzudrehen, mit denen man die Dünen hinunterschlitteln kann. Koreaner und Japaner scheinen daran besonders viel Spass zu haben...

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Da wir noch nicht genau wissen, was uns alles im Norden erwarten wird, machten wir uns bereits nach einem Strandtag weiter auf den Weg. Dazu fuhren wir durch eine savannenartige Landschaft, vorbei an Weide- und Reisfeldern, bis wir über eine kurvige Strasse ins zentrale Hochland hinauffuhren.

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In Da Lat, einem ehemaligen Höhenkurort für hitzegeplagte Franzosen, fanden wir eine traumhafte (Dreams Hotel) Unterkunft mit Massagedusche und einem leckeren Frühstücksbuffet! Obschon die Stadt nicht von Schönheit strotzt (eigentlich eher hässlich ist), fühlten wir uns sehr wohl. Dies lag zum einen am Hotel und zum anderen an der lustigen Gesellschaft eines Bünderpäärchens, die wir hier oben getroffen haben. Wir konnten sogar wieder einmal einen Schieber bestreiten! So kurten wir einige Tage hier - froren sogar in der Nacht - und nahmen bereits ein erstes Mal den Reiseführer von Indien hervor, um uns etwas vorzubereiten.

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Fischers Fritz fischt frische Fische (aus Dalat):

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Posted by kasa 29.10.2006 12:56 AM Archived in Backpacking | Vietnam Comments (1)

Saigon - Stadt der verrückten Motorradfahrer

Ho Chi Minh City (Saigon) - Mekong Delta

sunny 35 °C
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Nachdem wir die letzten Tage auf Bali sehr genossen hatten, kehrten wir für eine Nacht zurück nach Singapore, wo Christians Waschmaschine wieder auf Hochtouren lief. Um 2 Uhr morgens konnten wir uns endlich hinlegen. Doch der Tumbler schien einen schlechten Tag erwischt zu haben, denn am Morgen mussten wir die halbe Wäsche nass einpacken.
Am Flughafen verabschiedeten wir uns von einem 8.6kg Paket. Nach dem Motto: "Driving (shipping) home for Christmas" nahm es den langen und beschwerlichen Weg nach Europa auf sich.
Der Flug mit Garuda Indonesia war wieder sehr angenehm. Wir benötigten eine geschlagene halbe Flugstunde, um den Rauchschwaden von Singapore zu entfliehen. Sie stammten von grossen Waldbränden auf Indonesien und hüllten grosse Landstriche in Malaysia und Singapore ein.

Im Flughafen von Ho Chi Minh City wurden wir vom vietnamesischen Staat freundlich begrüsst. Der Zöllner kontrollierte 5 Minuten lang unsere Pässe, blätterte unmotiviert darin herum, starrte uns minutenlang an und erteilte uns schliesslich den notwendigen Stempel.
Mit dem Allerweltsbus Nr. 152 (mit Airportbus angeschrieben) fanden wir auf Anhieb den Weg ins Travellerviertel (zwischen De Tham und Phan Ngu Lao Road) und darin das nette und bequeme AnAn Hotel.

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Wir freuten uns über den "Rechtsverkehr". Doch mit Schrecken stellten wir fest, dass hier ein "Chaosverkehr" herrscht. 1000ende Motorräder zwängen sich kreuz und quer über den Asphalt und auf beiden Strassenseiten herrscht Gegenverkehr. Die sicherste Methode als Fussgänger heil das gegenüberliegende Trottoir zu erreichen, ist, den Verkehr zu ignorieren und langsam aber kontinuierlich zu laufen.

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Während 2 Tagen erkundeten wir Ho Chi Minh City (früher Saigon genannt). Der französische Einfluss der Kolonialzeit ist noch immer omnipräsent: Notre Dame-Kathedrale, Champs-Elysées des Ostens, das wunderschöne Hauptpostamt und das Hotel de Ville sind einige koloniale Sehenswürdigkeiten der Stadt.

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Auch die Spuren des Vietnamkrieges sind in und um Saigon immer noch spürbar. So kann man das Kriegsmuseum mit seinen eindrücklichen und erschreckenden Fotos, den ehemaligen Präsidentenpalast und die einstigen Offiziersunterkünfte (heute alles renomierte Hotels) besuchen. Überall in der Stadt bekommt man immer wieder Behinderte und Opfer des 'Agent Orange' (ein chemisches Entlaubungsmittel, welches tonnenweise, ungezielt über Vietnam ausgeschüttet wurde und zu schrecklichen Missbildungen führte) zu Gesicht.

Wenige Kilometer ausserhalb liegen die Cu Chi Tunnel. Diese dienten den Vietcong als Unterschlupf. Das Tunnelsystem wurde bereits während des 1. Indochinakrieges erbaut und während den 60er und 70er Jahren auf eine Gesamtlänge von 250km ausgebaut. Es bestand aus Kammern, die als Unterkunft, Küche, Werkstatt, Kommandozentrale und sogar Krankenstation dienten und durch komplizierte Gänge miteinander verbunden waren. Durch die Flächenbombardierungen wurde dieses Labyrinth nicht etwa zerstört, sondern das Feuer an der Oberfläche verfestigte den Lehmboden. Auf einer 30 Meter langen Strecke konnten wir diese Unterwelt bekriechen. Auf allen Vieren zwängten wir uns durch einen düsteren, muffligen, warmen und lehmigen Gang. Wir waren froh, als wir wieder frische Luft schnappen konnten - lange hätten wir es darin nicht ausgehalten. Auf dem Gelände konnte man auch die primitiven Fallen besichtigen, welche die Vietcongs den Amis stellten: Bambusfallgruben, Speertretfallen und recycle-Bomben.

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Mit DeltaAdventures besuchten wir auf einer 3-Tagestour das Mekong Delta (Cai Be – Vinh Long – Can Tho – Long Xuyen - Chau Doc). Der Mekong, welcher seinen Ursprung in Tibet hat und anschliessend durch China, Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und schliesslich Vietnam fliesst, mündet hier als neunköpfiger Drachen ins Südchinesische Meer. Wir begegneten der braunen Bestie bereits in Nong Khai (Thailand). Daher stellten wir uns die Frage, wer wohl schneller im Delta angekommen war - die Suppe oder wir?

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Mit Booten und Bussen erkundeten wir die Hauptschlagader, die Flüsse. Das Leben spielt sich im und um das trübe Nass ab: Die Leute wohnen, kochen, waschen, baden, fischen im Fluss. Er dient ihnen als Hauptverkehrsachse und Handelszentrum, welche sie mit kleinen und grossen Booten befahren. Leider landen auch alle 'Nebenprodukte' ungefiltert in der Brühe. Doch das scheint niemanden vom Baden und Spielen abzuhalten.

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Im Mekong Delta dreht sich alles um den Reis. Neben China, Indien, Thailand und Indonesien gehört Vietnam zu den grössten Reisproduzenten (3. grösster Exporteur der Welt). Reis dient als Ausgangsprodukt von Reispapier für Frühlingsrollen, Reisnudeln (vermischt mit Original-Mekongwasser...), Popreis (à la Popcorn), Reismehl, Leiswein, ist Bestandteil von Bier und natürlich DAS Grundnahrungsmittel (zu jeder Mahlzeit gibt es Reis, judihui...).

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Nach einer interessanten und intensiven Woche im Süden sind wir nun auf dem Weg in den Norden...

Posted by kasa 23.10.2006 7:40 AM Archived in Backpacking | Vietnam Comments (1)

Unterwegs in Bali

Ubud - Amed - Ubud

sunny 37 °C
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Bali ist definitiv kein Lonely-Planet-Land; das Reisen hier ist sehr mühsam und erfordert viel Handeln und Organisieren. Die öffentlichen Verkehrsmittel existieren für Touristen nicht, jedenfalls findet man sie kaum. Und so blieb uns nichts anderes übrig, als mit Chauffeur durchs Land zu reisen.

In Ubud erkundeten wir zunächst die Stadt und ihre Umgebung. Ubud wird als Künstlerstadt bezeichnet, weil sich hier in den 30er Jahren westliche Maler niedergelassen haben und so die Kunstszene geprägt haben. Heute finden sich tausende Kunstshops, in welchen allerlei Kunst und Ramsch angepriesen werden.

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Die Stadt wird von malerischen Reisterassen und Flusstälern umgeben; auf Spaziergängen erhält man einen sehr guten Eindruck davon. Nur wenige Meter ausserhalb der Strassen findet man tiefsten Urwald, gefolgt von einer patchworkartigen Kulturlandschaft.

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Einen Tag lang liessen wir uns von einem Chauffeur durch das zentrale Bali fahren. Wir besuchten dabei zahlreiche Tempel und bewunderten die wunderschöne Landschaft um den Mount Agung und Batur. Der Fahrer Gede entpuppte sich dabei als leidenschaftlichen Reiseführer und führte uns in gebrochenem Englisch in seine Religion und Kultur ein. Auch achtete er darauf, dass wir immer korrekt bekleidet die Heiligtümer betraten: richtig gebundener Sarong und Tempelschal. Wir hatten das Glück mehreren Zeremonien beiwohnen zu können. Diese farbigen Tempelfeste werden von fröhlicher Musik (für europäische Ohren etwas eintönig, blechhaft) begleitet. Die Frauen tragen ihre Opfergaben auf dem Kopf in den Tempel, wo sie gesegnet werden. Es ist faszinierend dem Treiben zuzuschauen.

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Von Ubud zog es uns an die viel gelobte Ostküste nach Amed. Als erstes mussten wir feststellen, dass es dort unausstehlich heiss und dürr ist (37 °C am Tag, nur wenig kühler nachts). Auch der schwarze Steinstrand war nicht sehr einladend. So beschlossen wir, einen Tag unterwasser zu verbringen, nach dem Motto: Get wet in Amed! Unser Tauchausflug ging zum Wrack der USS Liberty, einem gesunkenen Frachter aus dem 2. Weltkrieg (angeblich Balis beliebteste Tauchdestination). Vom Wrack ansich ist kaum noch etwas zu erkennen. Dafür beeindruckt es durch eine Vielzahl an farbigen Fischen in allen Grössen und Formen und wunderschönen Weich- und Hartkorallen. Wie immer war die Luft viel zu knapp. Auch ist unsere geliebte Fotokamera nicht wasserdicht...

Auch in Amed kann man etwas lernen: „Wie wird Meersalz gewonnen?“
Entlang der Küste verdienen sich die armen Einwohner ihr Einkommen mit der Meersalzgewinnung. Das heisse und dürre Klima ist wie geschaffen dafür. Bei einem kleinen Erkundungstripp wurden uns die einzelnen Schritte mit Händen und Füssen erklärt.
Das Meerwasser wird zunächst in festen Becken aus Erde gesammelt. Durch die Hitze verdampft das Wasser und es bildet sich ein Salz-Erd-Gemisch. Dieses wird mit etwas Wasser wieder gelöst und in riesigen Trichtern abfiltriert. Die konzentrierte Salzlake wir anschliessend in ausgehölte Kokospalmenstämme gegossen und erneut der Sonne ausgesetzt. Nun fällt sich das Meersalz mehr und mehr aus, bis es schliesslich in Bambuseimern abgeschöpft und getrocknet werden kann. Abgepackt in kleine und grosse Säckchen kann man es entlang der Küstenstrasse kaufen.

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Da die Hitze schlussendlich unerträglich wurde und Amed nicht gerade viel zu bieten hat, zog es uns nach 3 Tagen wieder zurück nach Ubud. Hier verbringen wir unsere letzten Bali-Tage und bereiten uns auf Vietnam vor. Wir freuen uns jetzt schon riesig darauf!

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Zu guter Letzt ein kleiner Hinweis:

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Posted by kasa 13.10.2006 5:04 AM Archived in Backpacking | Indonesia Comments (1)

Bali - Insel der Götter und Dämonen

Kuta Legian - Padang Bai - Gili Air (Lombok) - Ubud

sunny 34 °C
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Bali - Insel der Götter und Dämonen. So wird die kleine indonesische Insel in der Balisee bezeichnet. Nach einem guten Flug von Singapore her (super Flughafen!!!) über den Äquator kamen wir spätabends in Denpasar an. Alles klappte vorzüglich: Gepäckausgabe, Einreise, Zoll, Taxi. Auch beim Hotel waren uns die Götter gut gesinnt, die Internetreservation hat für einmal geklappt (Ratestogo.com sei Dank!).

Unser Hotel lag mitten im Touristenkuchen von Kuta Legian an der Südwestküste. Es war ein gutes *** Hotel mit gutem Frühstücksbuffet und kühlem Swimmingpool. Da uns der Strand nicht sonderlich gefiel, verbrachten wir die meiste Zeit im Resort. Doch es gab auch noch einen anderen Grund für unseren Rückzug: Dämonen! Ja, draussen vor dem Hotel leben in den engen Gässchen geldgierige Wichte, die nur darauf lauern, Touristen ausnehmen zu können.

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Nach drei Tagen machten wir uns auf die Spuren der Götter und fuhren nach Padang Bai. Dort fanden wir für 7 SFr. pro Nacht (inkl. Frühstück) ein nettes zweistöckiges Bambusbungalow in einem gepflegten Garten direkt am Strand. Leider gab es auch hier böse Nachtdämonen: die Fähre hornte alle 90min mindestens 4x vor dem Ablegen, die Hunde bellten im Akkord und von den Hähnen wollen wir erst gar nichts erzählen. Doch Padang Bai hat auch sehr schöne Seiten. So verbrachten wir einen ganzen Tag an unserem Halbprivatstrand in der 'Blue Lagoon'. Zwischen schwarzen Lavamuränen legten wir unsere farbigen Strandtücher in den weissen Sand und genossen das kristallklare, blaue Wasser...

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Von Padang Bai aus gibt es eine Fährverbindung nach Lombok, der Nachbarinsel Balis. Da wir sehr gutes über die Inselgruppe (Gilis) im Norden Lomboks gehört und gelesen haben, wollten wir einen Abstecher dorthin wagen. Frühmorgens quetschten wir uns mit Lastwagen, Autos und einer handvoll Traveller auf die schwimmende Rostbarke. Nach 5 Stunden Überfahrt legten wir in Lembar an, von wo uns ein Shuttelbus direkt nach Bangsal brachte. Hier wurden wir von kleinen Fischerbooten nach Gili Air verfrachtet. Nach geschlagenen 10 Stunden Reise waren wir froh, unser Gepäck neben ein Bett stellen zu können.
Da uns das Resort nicht gefiel, suchten wir am nächsten Morgen ein anderes. Fündig wurden wir im 'Sejuk Cottages'. Das ist eine brandneue kleine Bungalowanlage, welche erst im August eröffnet wurde und zum Teil immer noch im Bau steht. Hier hatten wir unser wunderschönes Bungalow mit Veranda und Himmelbett. Die Tage verbrachten wir mit Spaziergängen um die Insel, baden, schnorcheln, lesen, Sonnenuntergang geniessen und Nachtessen.

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Das Schnorcheln war ein riesen Highlight. Rund um die Inseln befinden sich viele Korallengärten. Auch wenn viele durch Dynamitfischerei, Verschmutzung und dem El-Nino-Phänomen zerstört sind, findet man immer noch wunderschöne Plätzchen. Da tummeln sich tausende farbige Korallenfische und riesige Wasserschildkröten. Sicher wäre es auch wunderschön zum Tauchen gewesen, doch leider musste Sascha seine Klimaanlagenerkältung von Kuta auskurieren (wirklich böse Geister!). Dafür charterten wir kurzum einen Tag lang ein Fischerboot mit Captain, das uns zu mehreren Schnorchelplätzen schiffte. Es war traumhaft.
Auf den Gilis fanden wir ein kleines Paradies mit freundlichen und offenen Menschen, sehr gutem Essen (täglich frischen Fisch vom Grill auf den Teller) und netter Gesellschaft. Nur der Ramadan nahm den Einheimischen die Energie, weshalb alles etwas langsamer lief (adeng adeng). Nur Nachts, nach dem Essen, hatte der Muezin scheinbar unendliche Kräfte zum Singen. Er verbreitete seine frohe Kunde stundenlang über die ganze Insel - auch ein Gebet um 2 Uhr morgens...

Nach fünf unvergesslichen Tagen verabschiedeten wir uns schweren Herzens von den Gilis und fuhren zurück nach Bali, wo wir immer noch hinduistische Götter jagen wollen. Nach einer weiteren Nacht in Padang Bai reisten wir nach Ubud, ins Herz von Bali, wo wir die Geister in einer Vollmondnacht erwarten...

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Posted by kasa 06.10.2006 4:30 AM Archived in Backpacking | Indonesia Comments (1)

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