Wenig später nachdem wir den letzten Bericht verfasst hatten, erreichte uns ein Anruf von Münchenbuchsee, dass Saschas Grossvater aus gesundheitlichen Gründen ins Spital eingeliefert werden musste. Glücklicherweise war sein Zustand stabil. Dennoch entschieden wir uns unser Asien-Abenteuer abzubrechen und unverzüglich nach Hause zu kommen.
In der Nacht nahm Sascha übers Internet Kontakt mit Zuhause auf. Mit Skype-Chat (Kopfhörer gabs nicht im Luxuszimmer...) klärte ich die Versicherungslage und mögliche Rückflüge ab. Unser grosses Problem war, dass wir in Hué waren. Von dort aus fliegen nur 3 Vietnam Airlines-Maschinen pro Tag nach Hanoi, die frühste flog morgens um 8.40 Uhr. Die Flüge waren nicht online buchbar. So blieb uns nichts anderes übrig, als das ganze am nächsten Morgen selbst in die Hände zu nehmen.
Um 6 Uhr ging der Wecker. Schlaftrunken und völlig ko packten wir unsere "Wohnwagen" ein letztes Mal. Dabei liessen wir unsere alten Kleider im Hotelzimmer zurück - vermutlich werden sie einen neuen dankbaren Besitzer finden.
Da die Rezeption die Flüge nicht vor 7.15 Uhr buchen konnte, machten wir uns zu Fuss zum Büro der Vietnam Airlines auf. Dieses öffnete um 7 Uhr. Es reichte noch für 2 Tickets mit dem ersten Flug nach Hanoi. Wir spurteten also zurück ins Hotel, checkten-out, bestiegen ein Taxi und rasten zum Flughafen. Alles klappte bestens und noch bevor wir uns im klaren waren, was überhaupt geschehen war, hoben wir in die Wolken ab. Es war als würden wir aus einem Traum gerissen. Wir hatten kaum Gelegenheit, uns vom Land zu verabschieden und uns auf die Heimkehr vorzubereiten. Wir sassen zwar physisch im Flieger, doch in unseren Köpfen waren wir irgendwo in einem Nightmarket am Fried Rice essen.
Der Flug nach Hanoi dauerte weniger als 1 Stunde. Dort angekommen, versuchten wir in der Abflugshalle ein Weiterflugsticket nach Singapore oder Bangkok zu erhalten. Gerne hätten wir den ganzen Flug bis in die Schweiz gebucht, doch es gab nur einen Ticketschalter von Vietnam Airlines. Da uns der Flughafen von Singapore sehr gut gefallen hatte und wir uns bessere Flugverbindungen von dort aus erhofften, entschieden wir uns nach Singapore zu fliegen. Die Dame am Ticketschalter sah uns mit grossen Augen an als sie erfuhr, dass wir von SIN aus noch keine Weiterflugstickets hatten. Sie meinte besorgt, dass wir hoffendlich genügend Geld bei uns hätten, da die Tickets dort sehr teuer seien.
Da wir erst Last-Minute einchecken konnten, mussten wir uns durch die Passkontrolle und den Zoll beeilen. Natürlich war Saschas Pass wieder besonders interessant für die Zöllner. Vor dem Gate verwandelten wir unsere letzten Dongs in Tee um und stiegen erst nach dem "letzten Aufruf" ins Flugi ein - es war übrigens die selbe Kiste, die wir knapp 3 Stunden zuvor in Hué bestiegen hatten. Jetzt war unser Abenteuer definitiv zu Ende. Es ging heimwärts! Wehmütig blickten wir auf die vergangegen 4 Monate zurück - es war eine wunderbare und traumhafte Zeit, die wir mit Bestimmtheit nie vergessen werden.
In Singapore mussten wir zum 3. Mal innerhalb von 2 Monaten immigrieren, um überhaupt an Flugtickets kommen zu können. Verständnisvoll drückte uns die Zöllnerin den runden Stempel in die Pässe. In der Abflugshalle standen wir vor dem Entscheid Swiss vs. Singapore Airlines. Gerne wären wir einmal mit Sinapore geflogen, doch da der Swiss Flug früher abflog, kauften wir unsere Tickets dort. Beim Kauf erwähnte die Stewardess nebenbei, dass der Flug einen stop-over in Bangkok einlegen werde. SUPER!!! - da fliegen wir den ganzen Weg von Hanoi nach Singapore, um wieder zurück nach Bangkok zu dürfen. So hätten wir auch direkt dort hin fliegen können...
Bis zum Abflug um 21.40 Uhr vergnügten wir uns in der Shopping Mall - vergnügen ist etwas übertrieben, angesichts unserer Müdigkeit und dem Grund der Heimkehr. Der Flug nach Hause war der beste Flug in unserer Fliegerkarriere. Der Service und die Einrichtung waren tadellos. Einzig zum Schlafen wäre etwas mehr Platz kein Luxus gewesen. Der Flug ging von Bangkok aus weiter über Burma, Bangladesch, Indien, Pakistan, Afghanistan zum Kaspischen und Schwarzen Meer und von dort über Rumänien, Ungarn und Österreich nach Zürich.
In Zürich, wo wir um 6 Uhr morgens landeten, war unser Flugmarathon nach 30 Stunden schliesslich zu Ende. Dort wurden wir von Susi und Nicole herzlich empfangen und nach Münchenbuchsee gebracht.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!
Die Heimkehr remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Die bemerkenswertesten Gebäude sind die 200 Jahre alten Wohnhäuser wohlhabender chinesischer Kaufleute, deren Nachfahren noch heute inmitten faszinierender Antiquitäten leben. Wir haben eines davon besucht, nämlich das Tran Duong Kaufmannshaus. Duong (Vorname) Tran (Familienname) ist 61 Jahre alt und pensionierter Mathematiklehrer. Als wir vor seinem Haus anhielten, lud er uns mit einer einladenden Geste in sein Haus ein. Nachdem wir eingetreten waren, schloss er die Tür ab, denn so habe er genügend Zeit und Ruhe für uns. In einer Mischung aus Französisch (die Schweizer reden ja schliesslich französisch) und Englisch schilderte er uns bei vietnamesischem Tee die Geschichte seiner Familie und zeigte uns anschliessend verschiedene antike Möbel.
Neben den Kaufmannshäusern ist Hoi An auch berühmt für seine Schneidereien. Und so konnten wir es uns nicht verkneifen, massgeschneiderte Kleider anfertigen zu lassen. Mit dem Hintergedanken an den kommenden Winter in der Schweiz liessen wir uns beide einen dicken Wintermantel schneidern. Dazu kamen noch einige Hemden und ein Anzug. Es war ein völlig neues Gefühl, mal nicht durch die Regale von H&M zu stöbern, sondern in Katalogen Stoffe und Modelle auszusuchen. Nach dem Massnehmen probierten wir in regelmässigen Abständen unsere Schmuckstücke an und liessen noch kleine Änderungen vornehmen. Bis sie piccobello passten!
Wir hatten das Glück, dass wir das allmonatliche Vollmondfest in Hoi An miterleben konnten. Für wenige Stunden wurden die Strassen des Stadtzentrums als Fussgängerzone erklärt und für den Verkehr gesperrt (so mussten sich die Vietnamesen für einmal von ihrem geliebten Motorrad trennen). Zudem wurde die gesamte Strassenbeleuchtung ausgeschaltet und nur noch die verschiedenfarbigen Lampen, mehr Lampione, beleuchteten die Strassen. Im Fluss schwammen farbige Lichter und auf Booten sangen (besser quitschten) Einheimische vietnamesische Musik. Es war spannend, die mit Essenständen und Menschen gefüllten Strassen entlang zu schlendern und dem Treiben zuzuschauen.
40km südwestlich von Hoi An liegen die Ausgrabungen von My Son [Mi Son]. Diese Ruien wurden im 19. Jahrhundert von französischen Archeologen entdeckt und frei gelegt. My Son war einst das spirituelle Zentrum des Königreiches Champa. Dieses Reich herrschte 1400 Jahre im heutigen Zentral- und Südvietnam. Durch die enge Nachbarschaft zu den Khmer im Süden und den Dai Viet im Norden kam es immer wieder zu Kriegen. Durch die Expansion der Vietnamesen wurden die Cham immer weiter nach Süden verdrängt, bis sie im 15. Jahrhundert endgültig von den Viet annektiert wurden. Das ursprünglich aus Indonesien stammende Cham-Volk lebt noch heute als islamische Minderheitsgruppe (110'000 Menschen) in den südlichen Provinzen Vietnams. Durch den Seehandel mit Indien hielt vorübergehend der Hinduismus Einzug in die Cham-Kultur. Daher sind die Tempel der heiligen Stätte Shiva, Vishnu und Brahma geweiht. Im Mittelpunkt eines typischen Tempelkomplexes steht das Sanktuarium, nämlich der Kalan. Dieser enthält einen Lingam, die phallische Darstellung Shivas, welcher sich auf einem Sockel (weibliches Symbol) befindet, der mit Rinnen versehen ist, damit bei den Riten heiliges Wasser und Blut ablaufen konnte. Es wird erzählt, dass die Umarmung des Lingam dem Mann besondere Kräfte verleihe.
Die Tempel sind in mehreren Gruppen über ein weitläufiges Areal verteilt. Durch die Bewaldung und den Vietnamkrieg wurde dieses UNESCO-Kulturerbe stark in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem die B52-Bomben hinterliessen tiefe Spuren. Und dennoch ist es faszinierend, die hochentwickelte und schön verzierte Mauerkunst der Cham zu bewundern - anstelle von Mörtel verwendeten sie ein Harz, das sie mit gemahlenen Weichtierschalen und zerschlagenen Ziegeln mischten und das lediglich haarfeine Fugen zwischen den einzelnen Schichten hinterliess.
Mit Müh und Not haben wir unsere mit neuen Kleidern vollgestopften Rucksäcke doch noch schliessen können. Die Sightseeingbusfahrt nach Hué wurde uns mit Stopps bei den Marble Mountains und auf dem Wolkenpass (soll grossartige Ausblicke eröffnen) angepriesen. Der Stopp bei den Marble Mountains entputppte sich als 15 minütiger Shoppinghalt, so dass wir uns die Höhlen aus zeitgründen nicht ansehen konnten. Und anstatt über den wunderschönen Wolkenpass fuhren wir kurzum durch den neuen Strassentunnel durch den Berg, super...
Aber wir sind trotz Frust gut in Hué angekommen und auch herzlich von den Touristenjägern empfangen worden - jeder hatte natürlich das neuste und schönste Hotel zu bieten.
Gut trainiert wie wir sind, liessen wir uns nicht davon abschrecken und suchten uns selbst ein schönes Hotel aus. Und was für eins. Der Luxus ist noch um eine Klasse gestiegen, jetzt haben wir sogar Gratis-Internet auf dem Zimmer.
Die Handelsstadt und das Champa-Reich remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>WDPN31 PGTW 310300
MSGID/GENADMIN/NAVPACMETOCCEN PEARL HARBOR HI/JTWC//
SUBJ/PROGNOSTIC REASONING FOR TYPHOON 22W WARNING NR 18//
RMKS/
1. FOR METEOROLOGISTS.
2. PROGNOSTIC REASONING FOR 310300Z OCT TO 041200Z NOV 2006.
A. TYPHOON (TY) 22W (CIMARON), LOCATED APPROXIMATELY 285 NM NORTH-
WEST OF MANILA, PHILIPPINES, HAS TRACKED NORTHWESTWARD AT 06 KNOTS
OVER THE PAST SIX HOURS.
B. TY 22W IS CURRENTLY TRACKING TOWARD A MINOR WEAKNESS IN THE
SUBTROPICAL RIDGE SOUTH OF HONG KONG, CREATED BY A QUICKLY TRANS-
LATING MINOR SHORTWAVE TROUGH. THIS WEAKNESS WILL BE ENHANCED THROUGH
TAU 36 BY A SECOND SHORTWAVE TROUGH CURRENTLY IN CENTRAL CHINA.
BEHIND THE SHORTWAVE TROUGH, AN ANTICYCLONE OVER SOUTHERN CHINA WILL
BUILD EASTWARD, INDUCING A SOUTHWESTWARD TRACK ON THE SOUTHEASTERN
PERIPHERY OF THE RIDGE. THE AVAILABLE DYNAMIC AIDS ARE IN FAIR AGREE-
MENT WITH THIS SCENARIO. THE EXCEPTIONS ARE WBAR AND TCLAPS, WHICH
HAVE CONSISTENTLY SHOWN A SHARP POLEWARD TURN INCONSISTENT WITH THE
CURRENT SYNOPTIC SITUATION. THIS FORECAST IS BASED ON A CONSENSUS OF
THE REMAINING DYNAMIC AIDS.
Am Dienstag hiess es, dass er gegen Norden abgewichen sei und vermutlich Hanoi treffen werde. Schon einen Tag später war die Rede von Hong Kong. Wir scheinen also noch einmal Glück gehabt zu haben. Falls er immer noch nach Vietnam kommen sollte, so wird er bestimmt viel seiner einstigen Stärke eingebüst haben. Deshalb setzten wir am Donnerstag unsere Reise fort und fuhren nach Hoi An.
Leider wurde der Tagbus gestrichen, so dass nur die Option "Nachtbus" blieb. Als wir morgens früh (5.45 Uhr) in Hoi An ankamen, waren wir platt - wie nach einer Woche Nachtdienst an der Kleintierklinik ;-). Dafür sollte uns der Charme dieses Städtchens für die Tortur entschädigen (mehr dazu später).
'Cimaron's Ende: Nach dem der Taifun die Philippinen "verdaut" hatte, brauste er mit voller Wucht gegen Hong Kong zu. Vor der Küste begann er sich aber um die eigene Achse zu drehen - böse Zungen behaupten, dass es der Einfluss des Opiums von Hong Kong war. Er drehte sich solange bis er die Orientierung verlor und als warmer Furz über dem Südchinesischen Meer verdampfte...
Stürmische Zeiten remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Neben dem Strand hat man in Mui Ne auch einen schönen Einblick in das Leben der Fischer. Ganz in der Nähe vom Hotel befindet sich das eigentliche Fischerdorf, in dessen Hafen hunderte von farbigen Booten liegen. Diese verlassen bei der Abenddämmerung das Ufer und sorgen für ein Lichtermeer draussen auf dem Wasser. Neben diesen Booten sieht man aber auch Korbboote - kuriose Weidekörbe, in welchen 2-3 Personen Platz finden. Diese werden mit den grossen Booten hin und her geschifft. Für kleine Strecken dient ein einzelnes Ruder.
Auch am Morgen reihen sich die Fischerfamilien am Strand auf und ziehen in gemeinsamer Arbeit schwere Netze an Land. Es ist faszinierend, diesem Treiben zuzuschauen.
Neben der Fischerei gibt es schöne Sanddünen zu besichtigen. Im sogenannten 'Red Canyon' hat man den Eindruck, mitten im 'Bryce Canyon Nationalpark' in Amerika zu sein (nur etwas kleiner).
Eine kleines Stück mit roten Dünen unmittelbar hinter dem Fischerdorf versetzt einem mitten in der Sahara. Kinder versuchen den Touristen für ein paar Dong ihre Plastikmatten anzudrehen, mit denen man die Dünen hinunterschlitteln kann. Koreaner und Japaner scheinen daran besonders viel Spass zu haben...
Da wir noch nicht genau wissen, was uns alles im Norden erwarten wird, machten wir uns bereits nach einem Strandtag weiter auf den Weg. Dazu fuhren wir durch eine savannenartige Landschaft, vorbei an Weide- und Reisfeldern, bis wir über eine kurvige Strasse ins zentrale Hochland hinauffuhren.
In Da Lat, einem ehemaligen Höhenkurort für hitzegeplagte Franzosen, fanden wir eine traumhafte (Dreams Hotel) Unterkunft mit Massagedusche und einem leckeren Frühstücksbuffet! Obschon die Stadt nicht von Schönheit strotzt (eigentlich eher hässlich ist), fühlten wir uns sehr wohl. Dies lag zum einen am Hotel und zum anderen an der lustigen Gesellschaft eines Bünderpäärchens, die wir hier oben getroffen haben. Wir konnten sogar wieder einmal einen Schieber bestreiten! So kurten wir einige Tage hier - froren sogar in der Nacht - und nahmen bereits ein erstes Mal den Reiseführer von Indien hervor, um uns etwas vorzubereiten.
Fischers Fritz fischt frische Fische (aus Dalat):
Vom Strand in die Wolken remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Im Flughafen von Ho Chi Minh City wurden wir vom vietnamesischen Staat freundlich begrüsst. Der Zöllner kontrollierte 5 Minuten lang unsere Pässe, blätterte unmotiviert darin herum, starrte uns minutenlang an und erteilte uns schliesslich den notwendigen Stempel.
Mit dem Allerweltsbus Nr. 152 (mit Airportbus angeschrieben) fanden wir auf Anhieb den Weg ins Travellerviertel (zwischen De Tham und Phan Ngu Lao Road) und darin das nette und bequeme AnAn Hotel.
Wir freuten uns über den "Rechtsverkehr". Doch mit Schrecken stellten wir fest, dass hier ein "Chaosverkehr" herrscht. 1000ende Motorräder zwängen sich kreuz und quer über den Asphalt und auf beiden Strassenseiten herrscht Gegenverkehr. Die sicherste Methode als Fussgänger heil das gegenüberliegende Trottoir zu erreichen, ist, den Verkehr zu ignorieren und langsam aber kontinuierlich zu laufen.
Während 2 Tagen erkundeten wir Ho Chi Minh City (früher Saigon genannt). Der französische Einfluss der Kolonialzeit ist noch immer omnipräsent: Notre Dame-Kathedrale, Champs-Elysées des Ostens, das wunderschöne Hauptpostamt und das Hotel de Ville sind einige koloniale Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Auch die Spuren des Vietnamkrieges sind in und um Saigon immer noch spürbar. So kann man das Kriegsmuseum mit seinen eindrücklichen und erschreckenden Fotos, den ehemaligen Präsidentenpalast und die einstigen Offiziersunterkünfte (heute alles renomierte Hotels) besuchen. Überall in der Stadt bekommt man immer wieder Behinderte und Opfer des 'Agent Orange' (ein chemisches Entlaubungsmittel, welches tonnenweise, ungezielt über Vietnam ausgeschüttet wurde und zu schrecklichen Missbildungen führte) zu Gesicht.
Wenige Kilometer ausserhalb liegen die Cu Chi Tunnel. Diese dienten den Vietcong als Unterschlupf. Das Tunnelsystem wurde bereits während des 1. Indochinakrieges erbaut und während den 60er und 70er Jahren auf eine Gesamtlänge von 250km ausgebaut. Es bestand aus Kammern, die als Unterkunft, Küche, Werkstatt, Kommandozentrale und sogar Krankenstation dienten und durch komplizierte Gänge miteinander verbunden waren. Durch die Flächenbombardierungen wurde dieses Labyrinth nicht etwa zerstört, sondern das Feuer an der Oberfläche verfestigte den Lehmboden. Auf einer 30 Meter langen Strecke konnten wir diese Unterwelt bekriechen. Auf allen Vieren zwängten wir uns durch einen düsteren, muffligen, warmen und lehmigen Gang. Wir waren froh, als wir wieder frische Luft schnappen konnten - lange hätten wir es darin nicht ausgehalten. Auf dem Gelände konnte man auch die primitiven Fallen besichtigen, welche die Vietcongs den Amis stellten: Bambusfallgruben, Speertretfallen und recycle-Bomben.
Mit DeltaAdventures besuchten wir auf einer 3-Tagestour das Mekong Delta (Cai Be – Vinh Long – Can Tho – Long Xuyen - Chau Doc). Der Mekong, welcher seinen Ursprung in Tibet hat und anschliessend durch China, Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und schliesslich Vietnam fliesst, mündet hier als neunköpfiger Drachen ins Südchinesische Meer. Wir begegneten der braunen Bestie bereits in Nong Khai (Thailand). Daher stellten wir uns die Frage, wer wohl schneller im Delta angekommen war - die Suppe oder wir?
Mit Booten und Bussen erkundeten wir die Hauptschlagader, die Flüsse. Das Leben spielt sich im und um das trübe Nass ab: Die Leute wohnen, kochen, waschen, baden, fischen im Fluss. Er dient ihnen als Hauptverkehrsachse und Handelszentrum, welche sie mit kleinen und grossen Booten befahren. Leider landen auch alle 'Nebenprodukte' ungefiltert in der Brühe. Doch das scheint niemanden vom Baden und Spielen abzuhalten.
Im Mekong Delta dreht sich alles um den Reis. Neben China, Indien, Thailand und Indonesien gehört Vietnam zu den grössten Reisproduzenten (3. grösster Exporteur der Welt). Reis dient als Ausgangsprodukt von Reispapier für Frühlingsrollen, Reisnudeln (vermischt mit Original-Mekongwasser...), Popreis (à la Popcorn), Reismehl, Leiswein, ist Bestandteil von Bier und natürlich DAS Grundnahrungsmittel (zu jeder Mahlzeit gibt es Reis, judihui...).
Nach einer interessanten und intensiven Woche im Süden sind wir nun auf dem Weg in den Norden...
Saigon - Stadt der verrückten Motorradfahrer remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>In Ubud erkundeten wir zunächst die Stadt und ihre Umgebung. Ubud wird als Künstlerstadt bezeichnet, weil sich hier in den 30er Jahren westliche Maler niedergelassen haben und so die Kunstszene geprägt haben. Heute finden sich tausende Kunstshops, in welchen allerlei Kunst und Ramsch angepriesen werden.
Die Stadt wird von malerischen Reisterassen und Flusstälern umgeben; auf Spaziergängen erhält man einen sehr guten Eindruck davon. Nur wenige Meter ausserhalb der Strassen findet man tiefsten Urwald, gefolgt von einer patchworkartigen Kulturlandschaft.
Einen Tag lang liessen wir uns von einem Chauffeur durch das zentrale Bali fahren. Wir besuchten dabei zahlreiche Tempel und bewunderten die wunderschöne Landschaft um den Mount Agung und Batur. Der Fahrer Gede entpuppte sich dabei als leidenschaftlichen Reiseführer und führte uns in gebrochenem Englisch in seine Religion und Kultur ein. Auch achtete er darauf, dass wir immer korrekt bekleidet die Heiligtümer betraten: richtig gebundener Sarong und Tempelschal. Wir hatten das Glück mehreren Zeremonien beiwohnen zu können. Diese farbigen Tempelfeste werden von fröhlicher Musik (für europäische Ohren etwas eintönig, blechhaft) begleitet. Die Frauen tragen ihre Opfergaben auf dem Kopf in den Tempel, wo sie gesegnet werden. Es ist faszinierend dem Treiben zuzuschauen.
Von Ubud zog es uns an die viel gelobte Ostküste nach Amed. Als erstes mussten wir feststellen, dass es dort unausstehlich heiss und dürr ist (37 °C am Tag, nur wenig kühler nachts). Auch der schwarze Steinstrand war nicht sehr einladend. So beschlossen wir, einen Tag unterwasser zu verbringen, nach dem Motto: Get wet in Amed! Unser Tauchausflug ging zum Wrack der USS Liberty, einem gesunkenen Frachter aus dem 2. Weltkrieg (angeblich Balis beliebteste Tauchdestination). Vom Wrack ansich ist kaum noch etwas zu erkennen. Dafür beeindruckt es durch eine Vielzahl an farbigen Fischen in allen Grössen und Formen und wunderschönen Weich- und Hartkorallen. Wie immer war die Luft viel zu knapp. Auch ist unsere geliebte Fotokamera nicht wasserdicht...
Auch in Amed kann man etwas lernen: „Wie wird Meersalz gewonnen?“
Entlang der Küste verdienen sich die armen Einwohner ihr Einkommen mit der Meersalzgewinnung. Das heisse und dürre Klima ist wie geschaffen dafür. Bei einem kleinen Erkundungstripp wurden uns die einzelnen Schritte mit Händen und Füssen erklärt.
Das Meerwasser wird zunächst in festen Becken aus Erde gesammelt. Durch die Hitze verdampft das Wasser und es bildet sich ein Salz-Erd-Gemisch. Dieses wird mit etwas Wasser wieder gelöst und in riesigen Trichtern abfiltriert. Die konzentrierte Salzlake wir anschliessend in ausgehölte Kokospalmenstämme gegossen und erneut der Sonne ausgesetzt. Nun fällt sich das Meersalz mehr und mehr aus, bis es schliesslich in Bambuseimern abgeschöpft und getrocknet werden kann. Abgepackt in kleine und grosse Säckchen kann man es entlang der Küstenstrasse kaufen.
Da die Hitze schlussendlich unerträglich wurde und Amed nicht gerade viel zu bieten hat, zog es uns nach 3 Tagen wieder zurück nach Ubud. Hier verbringen wir unsere letzten Bali-Tage und bereiten uns auf Vietnam vor. Wir freuen uns jetzt schon riesig darauf!
Zu guter Letzt ein kleiner Hinweis:
Unterwegs in Bali remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Unser Hotel lag mitten im Touristenkuchen von Kuta Legian an der Südwestküste. Es war ein gutes *** Hotel mit gutem Frühstücksbuffet und kühlem Swimmingpool. Da uns der Strand nicht sonderlich gefiel, verbrachten wir die meiste Zeit im Resort. Doch es gab auch noch einen anderen Grund für unseren Rückzug: Dämonen! Ja, draussen vor dem Hotel leben in den engen Gässchen geldgierige Wichte, die nur darauf lauern, Touristen ausnehmen zu können.
Nach drei Tagen machten wir uns auf die Spuren der Götter und fuhren nach Padang Bai. Dort fanden wir für 7 SFr. pro Nacht (inkl. Frühstück) ein nettes zweistöckiges Bambusbungalow in einem gepflegten Garten direkt am Strand. Leider gab es auch hier böse Nachtdämonen: die Fähre hornte alle 90min mindestens 4x vor dem Ablegen, die Hunde bellten im Akkord und von den Hähnen wollen wir erst gar nichts erzählen. Doch Padang Bai hat auch sehr schöne Seiten. So verbrachten wir einen ganzen Tag an unserem Halbprivatstrand in der 'Blue Lagoon'. Zwischen schwarzen Lavamuränen legten wir unsere farbigen Strandtücher in den weissen Sand und genossen das kristallklare, blaue Wasser...
Von Padang Bai aus gibt es eine Fährverbindung nach Lombok, der Nachbarinsel Balis. Da wir sehr gutes über die Inselgruppe (Gilis) im Norden Lomboks gehört und gelesen haben, wollten wir einen Abstecher dorthin wagen. Frühmorgens quetschten wir uns mit Lastwagen, Autos und einer handvoll Traveller auf die schwimmende Rostbarke. Nach 5 Stunden Überfahrt legten wir in Lembar an, von wo uns ein Shuttelbus direkt nach Bangsal brachte. Hier wurden wir von kleinen Fischerbooten nach Gili Air verfrachtet. Nach geschlagenen 10 Stunden Reise waren wir froh, unser Gepäck neben ein Bett stellen zu können.
Da uns das Resort nicht gefiel, suchten wir am nächsten Morgen ein anderes. Fündig wurden wir im 'Sejuk Cottages'. Das ist eine brandneue kleine Bungalowanlage, welche erst im August eröffnet wurde und zum Teil immer noch im Bau steht. Hier hatten wir unser wunderschönes Bungalow mit Veranda und Himmelbett. Die Tage verbrachten wir mit Spaziergängen um die Insel, baden, schnorcheln, lesen, Sonnenuntergang geniessen und Nachtessen.
Das Schnorcheln war ein riesen Highlight. Rund um die Inseln befinden sich viele Korallengärten. Auch wenn viele durch Dynamitfischerei, Verschmutzung und dem El-Nino-Phänomen zerstört sind, findet man immer noch wunderschöne Plätzchen. Da tummeln sich tausende farbige Korallenfische und riesige Wasserschildkröten. Sicher wäre es auch wunderschön zum Tauchen gewesen, doch leider musste Sascha seine Klimaanlagenerkältung von Kuta auskurieren (wirklich böse Geister!). Dafür charterten wir kurzum einen Tag lang ein Fischerboot mit Captain, das uns zu mehreren Schnorchelplätzen schiffte. Es war traumhaft.
Auf den Gilis fanden wir ein kleines Paradies mit freundlichen und offenen Menschen, sehr gutem Essen (täglich frischen Fisch vom Grill auf den Teller) und netter Gesellschaft. Nur der Ramadan nahm den Einheimischen die Energie, weshalb alles etwas langsamer lief (adeng adeng). Nur Nachts, nach dem Essen, hatte der Muezin scheinbar unendliche Kräfte zum Singen. Er verbreitete seine frohe Kunde stundenlang über die ganze Insel - auch ein Gebet um 2 Uhr morgens...
Nach fünf unvergesslichen Tagen verabschiedeten wir uns schweren Herzens von den Gilis und fuhren zurück nach Bali, wo wir immer noch hinduistische Götter jagen wollen. Nach einer weiteren Nacht in Padang Bai reisten wir nach Ubud, ins Herz von Bali, wo wir die Geister in einer Vollmondnacht erwarten...
Bali - Insel der Götter und Dämonen remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Unser Mann in Singapore ist Christian Schmid (ein Voltige-Kollege von Karin). Er empfing uns kurz nach der Ankunft im Zentrum der Stadt und brachte uns zu sich nach Hause. Er wohnt in einer Appartmentsiedlung etwas ausserhalb der City, die mit allem Luxus ausgestattet ist: Swimmingpool, Fitnesscenter, Tenniscourt, Shuttlebus, Putzfrau, Waschmaschine und Tumbler, TV und Toaster. Nach zwei Monaten Reisen genossen wir diesen Komfort und gönnten ihn auch unseren Kleidern (mindestens 2 Waschgänge pro Kleidungsstück).
Bei einem 'Singapore Sling' im Raffles Hotel, einem Longdrink, der hier von englischen Gentlemen erfunden wurde, führte uns Christian in die Geheimnisse und Bräuche der Stadt ein. Ein lustiges Detail: In der Longbar schmeisst man die Erdnussschalen kurzerhand zu Boden - man kann es sich ja leisten... (und das in der saubersten Stadt der Welt).
Von unserem Hub in der Wilby Road führten wir täglich Expeditionen durch. Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, wenn wir nun alle Sehenswürdigkeiten auflisten würden. Daher hier ein paar Juwelen:
Als Abschluss noch ein paar Worte zu Schildern. Es gibt keine Wand, kein Raum, kein Gegenstand, der nicht mit einer Verbots- oder Warntafel geschmückt ist. Hier nur ein paar Exemplare:
Uniquely Singapore remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Dazwischen findet man die herrschaftlichen kolonialen Gebäude der ehemaligen englischen Machthaber.
Chinatown hat sich uns mit viel Verkehr, verschiedenen Gebrauchswarenläden und ständigem Stromausfall präsentiert. In 'Little India' fanden wir einen Kleiderladen neben dem anderen und wir wurden mit Bollywoodmusik zugedröhnt.
Nach 2 Tagen Georgetown zog es uns definitv an den Strand von Pulau Pangkor. Dies ist eine kleine Insel, die man von Lumut aus mit der Fähre erreicht. Unter der Woche ist die Insel ziemlich ausgestorben, wodurch wir den feinen Sandstrand mit den Palmen und den darin tummelnden Affen und Nashornvögel (Hornbills) für uns alleine hatten. Und wenn das Wetter mal nicht so wollte, verbrachten wir den Tag vor dem Bungalow mit Lesen oder Spielen (wir kennen die Karten des Siedler für 2 bald auswendig und die Patience-Partien werden auch immer spannender).
Als letztes Ziel in Malaysia besuchten wir die Stadt Melaka, die südlich von Kuala Lumpur an der Meeresstrasse von Melaka liegt. Dieses ürsprüngliche Piratennest (wir haben leider keinen gesehen) wurde durch die Portugiesen zu einem bedeutenden Handelshafen, der dann von den Holländern und später von den Engländern eingenommen wurde. Die Stadt präsentiert sich heute als schmuckes Kolonialstädtchen, mit einem schönen historischen Zentrum und einem ruhigen Chinatown. Nur am Wochenende herrscht Betrieb in den Gassen, denn es ist Markt und Karaoke ist als Unterhaltung sehr beliebt. In jedem chinesischen Tempel und auf kleinen Bühnen geben die Einwohner von Chinatown ihr bestes (schön falsch tönt auch schön).
Wir fanden hier auch ein wunderschönes Kolonialhaus-Hotel, das Heeren House. Unser Zimmer war mit schmucken alten Möbeln eingerichtet und der Rezeptionist, ein 3. Generation Portugiese, entpubbte sich als hervorragender Geschichtenerzähler und Fremdenführer.
Am 18. September verabschiedeten wir uns von Malaysia und der asiatischen Welt und betraten in Singapore eine völlig andere Welt.
Entdeckungsreise entlang Malaysias Westküste nach Singapore remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>In Kuala Lumpur angekommen lief alles wie am Schnürchen: Gepäck kam sofort, Immigration klappte schnell und der Taxiservice war gut. Voller Zuversicht stiegen wir vor dem Allson Genesis Hotel, das wir über Internet gebucht haben aus. Als der nette Herr am Empfangsschalter minutenlang im Computer rumschaute, wussten wir bereits was es geschlagen hatte: KEINE RESERVATION! Nicht schon wieder! Zwar hatten wir die Bestätigung der Agentur, dass die Kreditkarte akzeptiert wurde, doch hatte sie uns am selben morgen um 5.34Uhr gemailt, dass das Hotel ausgebucht sei. Und so standen wir mit unseren tonnenschweren Rucksäcken und den bis zum Himmel stinkenden Tevas ohne Bett in den Strassen von Bangkok, ähhh Kuala Lumpur (Déjà-vu? Für uns auch!). Nach etwas Suchen wurden wir jedoch in der selben Region in einem kleinen Hotel fündig.
Von hier aus erkundeten wir in 2 Tagen die Stadt: Nationalmoschee, KL Railway Station, Platz der Unabhängigkeit, Chinatown, KL Tower, Twintowers und vieles mehr. Im Vergleich zu Bangkok ist Kuala Lumpur viel freundlicher; es ist sauberer, übersichtlicher, weniger hektisch und alles scheint etwas organisierter zu sein. Der öffentliche Verkehr ist viel besser (weniger Stau, keine Tuk Tuk's, gutes Monorail- und U-Bahnnetz). Was auch anders ist, ist die Omnipräsenz des Isam: viele Leute sind der Religion entsprechend angezogen (Kopftücher, Männer in weissen Röcken), überall stehen Moscheen, die Gebäude sind voll von muslimischen Symbolen.
Nicht nur die Leute und die Stadt sind anders als in Thailand, auch mit dem Reisen hatten wir zuerst Mühe, uns umzustellen. Da die meisten Hotels in der Stadt momentan ausgebucht sein sollen, hatten wir Angst, dass wir nun die ganze Tour bis nach Singapore durchplanen müssen. Da wir unsere Reiseroute noch nicht festgelegt hatten und uns im Hotel nicht besonders wohl fühlten (Kakerlaken, besoffene laute Nachbarn) flohen wir mit gemischten Gefühlen in die Cameron Highlands.
Hier oben auf ca. 1500 m.ü.M. konnten wir uns wieder etwas sammeln und anklimatisieren (weniger an die Kälte, mehr ans Land). In einem kleinen Guesthouse etwas weg vom Zentrum fanden wir ein nettes Zimmer und sehr herzliches Personal. Im Gespräch mit anderen Travellern durften wir feststellen, dass unsere Befürchtungen nicht wahr sind und dass wir unsere Backpackergewohnheiten betreffend Reservationen (nämlich keine) nicht ändern müssen. Darüber waren wir sehr erleichtert.
Angewöhnen mussten wir uns aber ans Klima. Wir konnten uns hier oben mit allen Schweizerinnen und Schweizern solidarisieren. 15 °C am Morgen, Regen und Nebel. Das alles trägt zu einer faszinierenden Landschaftsszenerie bei. Aber Morgen soll damit fertig sein, denn es geht weiter Richtung Meer (ätschi bätschi).
Heute Morgen hatten wir eine weitere Lektion in unserer Reihe über "Landwirtschaftliche Produkte aus Asien" - das Thema heute: "Tea time". Seit 1929 wird hier oben in den Highlands Tee angepflanzt. Wir besuchten auf einer sonst mässigen Sightseeingtour das 'BOH Tea Estate':
Die jungen Teepflanzen werden während 2 Jahren in die gewünschte Kulturform gezüchtet. Anschliessend werden die jungen Triebe alle 3 Wochen von Pflückern maschinell (früher von Hand) geerntet. Alle 3 Jahre muss der Teebusch radikal zurückgestutzt und für 3 Monate in Ruhe gelassen werden, sonst wird aus dem Busch ein Baum. Die Lebenserwartung einer Teepflanze beträgt 120 Jahre.
Nach der Ernte werden die Blätter in der Fabrik mehrere Stunden gerollt. Dadurch wird der Saft der Blätter freigesetzt, der anschliessend zur Fermentation (Geschmacksbildung) beiträgt. Dieser Rohtee wird nun getrocknet, maschinell der Grösse nach sortiert und später verpackt. Just add water and enjoy your next tea time!
Aller Anfang ist schwer - auch in Malaysia! remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Nong Khai liegt am Mekong im Nordosten von Thailand und grenzt an Laos an. Nachdem wir richtig ausgeschlafen hatten, mieteten wir am nächsten Tag einen Feuerstuhl (Honda Dream 80ccm) und erkundeten die Umgebung.
Im Sculpture Park hat ein laotischer Künstler manigfaltige bizarre Figuren erschaffen, die buddhistische Geschichten und Figuren darstellen. Es erinnerte uns an den Tarotgarten von Niki de Saint Phalle in der Toskana. Wir fanden aber nicht nur kalten toten Stein, sondern auch eine sehr lebendige Schlange und viele bunte Schmetterlinge.
Den Rest des Tages kurvten wir dem Mekong entlang nach Sri Chiangmai, wo man angeblich den besten Blick auf die laotische Hauptstadt Vientiane haben soll. Alles was wir sahen, war ein weisser Vorhang, besten Falls das andere Ufer des Mekongs. Als wir nämlich angekommen waren, brachen sich die Wolken über unserem Kopf und es pisste 1h lang wie aus Kübeln.
Da es hier sonst nicht viel zu sehen gab, fuhren wir am Donnerstag Richtung Süden nach Nang Rong. Eigentlich glaubten wir an eine 5 stündige erholsame Busfahrt entlang des Friendship Highways. Doch unser Bus entpuppte sich als "Fangbus", mit dem Ziel, möglichst viele Leute nach Nakhon Ratchasima zu bringen. In jedem noch so kleinen Kaff sprangen die Kontrolleure vom Schiff, rannten durch die Gassen und quatschten jeden mit einer Reisetasche an, ob sie nicht mitkommen wollen (auch wenn sie schon zu Beginn abwinkten...). Das thailändische Bussystem ist sowieso sehr lustig und für Europäer undurchschaubar: Es gibt viele Busbahnhöfe (Ideal Standard Bauweise 0-8-15), doch die Leute steigen lieber 50m weiter vorne an der Strasse in den Bus. Die Busse halten mitten auf den Highways und laden dort Passagiere auf und ab. Mittagessen gibt es immer zwischen 12-1 und es wird im Kollektiv gegessen (einmal eine gute Erfindung). Tickets gibt es keine, man erhält einen 10m langen Couponstreifen oder ein Notizblatt mit 2 Stempeln drauf.
So dauerte die Busfahrt geschlagene 8h und wir waren am Ende ziemlich genervt und mussten noch den Bus nach Surin nehmen. Abends um 7h kamen wir schliesslich in Nang Rong an. Sofort kam ein Taxifahrer und bot uns seine Dienste an. Da er aber 60 Baht verlangte (und uns schon wieder die Warnglocken leuteten), suchten wir nach Alternativen. So fragten wir ein paar Thais nach dem Weg zum Hostel und sie boten uns freundlicherweise sofort ihren Pickup an. Später erfuhren wir, dass die Taxifahrt wirklich 60 Baht kosten würde, peinlich!
Nang Rong ist ein kleines Städtchen am Highway 24, zwischen Korat (Nakhon Ratchasima) und Buriram. Hierher verschlug es uns wegen den bekannten Khmerruinen, die auf der Khmerstrasse von Angkor Wat (Kambodscha) nach Phimai (nördlich von Korat) liegen.
Im P. California Inter Hostel fanden wir die beste Ausgangsbasis dafür. Der Hostelvater sprach fliessend englisch und interessiert sich sehr für die Geschichte der Khmer. Er konnte uns mit vielen Tipps, einer handgezeichneten Strassenkarte und einem Tiger (Joker 120ccm) eindecken. Von den beiden Tempelanlagen Prasat Phanom Rung und Prasat Muang Wan waren wir begeistert. Ein kleines Detail: die 15 Türen von Prasat Phanom Rung sind so nach Osten ausgerichtet, dass man an jedem 3. April darin die Sonne aufgehen sieht.
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Hier erlebten wir das "andere Thailand". Entlang der Reisfelder fuhren wir an manchen einfachen kleinen Bauernsiedlungen vorbei und bekamen Einblick in das Leben dieser Thais.
In einem Dorf hatten wir das Glück (dank Wick's Tipps), der Produktion und Verarbeitung von Seide beizuwohnen. Es war sehr spannend und da wir die einzigen Touristen weit und breit waren, luden sie uns in ihre Häuser ein und zeigten uns alles: Raupenzucht, Verpuppung, Kochen der Coccons und Gewinnung des Seidenfadens, Spinnen und Färben.
So genossen wir am Ende unserer Thailandzeit noch das richtige, nicht touristische Thailand mit sehr lieben, nicht aufdringlichen, aber interessierten Thais. Da aber ziemlich niemand englisch sprach, mussten wir uns mit ein paar Brocken Thai und Händen und Füssen durchschlagen. Damit wir auch das richtige Essen bestellten, gab uns Wick einen Spickzettel mit; einen in lateinischer und einen in thailändischer Schrift. Geschmeckt hats jedesmal.
Unser nächstes Reiseziel ist Kuala Lumpur. Wir haben unseren Flug 5 Tage vorverschoben, so dass wir in Malaysia noch ein wenig das Meer geniessen können. Schliesslich ist es schon 5 Wochen her, als wir es zum letzten Mal gesehen haben :-). Bis es so weit ist, schlagen wir unsere Zeit im stinkenden Bangkok tot.
Das andere Thailand remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>So mieteten wir uns eine Honda Waves 125ccm (Halbautomatik, 100Baht für 30h) und fuhren zu Tom's Elephantencamp. Mit Phanom, einer Elephantenfrau Jahrgang 58, starteten wir unseren dreistündigen Ritt in die Berge. Sie führte uns an Sojabohnen- und Reisfeldern vorbei und durch schmale steinerne Wege im Dschungel. Der Ritt endete mit einem Bad im Fluss. Nachdem wir völlig nass gespritzt waren, gab der Guide Phanom den Befehl, sich niederzuknien und durch Kopfschleudern begann sie uns von ihrem Hals runterzuwerfen. Ot, die 2. Elephantenfrau, hatte eine andere Badespezialität: sie warf sich auf Befehl auf eine Seite und drehte sich so weit, bis man runterfiel. Dieses Elephantenwasserrodeo war ein riesen Spass. Man brauchte auch keine Angst zu haben, denn kaum war man im Wasser gelandet, bewegten sie sich nicht mehr und man konnte wieder aufsteigen.
Am nächsten Tag, der Allerwerteste schmerzte ziemlich, kurvten wir mit unserer Honda in der Umgebung von Pai umher, besuchten den Pai Canyon, den Pam Bok Wasserfall und genossen die wunderschöne Aussicht über das Tal. Auch das Wetter meinte es besonders gut mit uns, so dass wir am Abend wie die Glühwürmchen leuchteten.
Zu richtigen Erholungsferien gehört auch die persönliche Körperpflege. Da Saschas Moos galaktische Dimensionen angenommen hatte, wagte er sich am Samstag Abend zum Coiffeur. Für 1 Franken, wie zu Grossättis Zeiten, gabs einen original Thai-Rundumschnitt (schön kurz ist auch schön).
Nach einem Tag Verschnaufpause wollten wir zu Fuss zum Mae Yen Wasserfall wandern. Wegen früheren Erfahrungen nahmen wir nun die im Führer angegebenen 4 Stunden pro Weg (7km) als Richtzeit. Nach einem 1 stündigen Marsch auf einem schmalen Weg mit viel Gestrüpp entlang von Reisfeldern gelangten wir endlich in den kühlen Schatten des Dschungels. Nach Überqueren des Flusses verliefen wir uns und endeten in einer undurchdringlichen dornigen Sackgasse. Auf dem Weg zurück zum Fluss trafen wir auf 3 weitere Wandervögel - ähhh Wasserratten - und gemeinsam wateten wir durch den Fluss auf der Suche nach dem richtigen Weg. Als wir nach eine Stunde Flusswanderung schon aufgeben wollten, entdeckten wir den versteckten Weg. Auf festem Boden gings zügiger vorwärts, doch die Abstände der Flussüberquerungen wurden immer kürzer und unsere Beine immer müder. Kurz vor dem Ziel stürzte Karin im Fluss unglücklich und brach sich wahrscheinlich die kleine linke Zehe (Röntgenblickdiagnose: einfache Diaphysenfraktur des Phalanx 1/V links).
Nach einer Indiana Jones-Verarztung machten wir uns humpelnd (v.a. Karin) auf dem Heimweg. Glücklicheweise fanden wir dieses Mal auch den richtigen Feld-Wald-und-Wiesenweg und mussten nicht mehr lange im Fluss waten. Den Mae Yen Wasserfall haben wir leider nicht gesehen, doch kaum im Bungalow angekommen, begann es so stark zu regnen, dass wir einen Wasserfall vor der Haustüre hatten.
Schwermütig packten wir heute morgen unsere sieben Sachen zusammen, verabschiedeten uns von unserer persönlichen Wachhündin 'Pai' und fuhren über die sieben Berge zurück nach Chiang Mai. Von hier aus gehts weiter in den Nordosten des Landes.
In Sachen Wettbewerb: Trotz vielen, vor allem lustigen Antworten wurde der Jackpot noch nicht geknackt. Weitere Antworten werden immer noch angenommen.
Erholungszone im Pairadise remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Mit dem Offen-Fenster-Schüttelbus gings quer durch die Prärie weiter nach Lopburi. Nebst ein paar Steinen kann man sich hier vor allem von einer wilden Makakkenhorde unterhalten lassen, die in den Ruinen lebt und von dort aus die Stadt und den Verkehr unsicher macht.
Per Zug fuhren wir am nächsten Tag bereits weiter nach Phitsanulok. "Zug" ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es waren drei klimatisierte Waggons, die aneinander gekoppelt waren. Eine Lokomotive gab es nicht, die Wagenräder selbst waren motorisiert. Damit rasten wir auf der Eingeleiseterasse der staatlichen Eisenbahn zwischen unendlich weiten Reisfeldplantagen hindurch. Am Mittag gab es selbstverständlich eine warme Verpflegung (Im Preis von ca. 10 SFr inklusive - Liebe SBB. Die Strecke Bern - St.Gallen ist teurer, dauert weniger lange und Hunger haben wir am Ende auch noch.). Mit der Hilfe von Einheimischen fanden wir in Phitsanulok schnell den Bus nach Sukothai.
Alt-Sukothai ist die Wiege Thailands. Hier wurde die erste grössere Thai-Stadt gebaut (von den Khmer abgeluchst). Wiederum per Rad durchstreiften wir das Gelände. Dieses Mal waren die Sättel luxuriöser als in Ayutthaya. Bei Sascha gab jedoch nach halber Fahrt das Hinterrad auf, was den Unterschied wieder aufhob. Im Vergleich zu Ayutthya ist Sukothai ein richtiger Park, ohne Gebäude, Lärm und Verkehr. Es ist sehr weitläufig. Dennoch kämpften wir uns unter brennender Hitze durch die wunderschönen Ruinen.
Da die Sehenswürdigkeiten zwischen Bangkok und Chiang Mai zwar schön aber zeitlich nicht sehr aufwändig sind, kamen wir früher als geplant im Norden an. Hier fanden wir das gemütliche Pattara Guesthouse in der "Altstadt" mit Balkon und Aussicht über die Stadt hin zum Doi Inthanon (Höchster Berg in Thailand. Gesehen hat ihn wohl noch kaum jemand, da er fast immer im Nebel steckt - gäu Nicole). Obwohl es die zweit grösste Stadt des Landes ist, sind die kleinen Gässchen, weg vom Verkehr, sehr ruhig und entspannend. Es ist schön, durch die Stadt zu schlendern und die bewundernswerten Tempel anzuschauen. Am Abend geht man auf dem Markt essen und anschliessend im grössten Nachtmarkt von Thailand shoppen und märten.
Am Sonntag waren wir im Zoo. Es ist ein riesiger und sehr gepflegter Zoo. Wie für Thailand üblich, ist er natürlich sehr gut mit dem Auto befahrbar - direkt mit dem Tuk Tuk vor Leos Wohnung!
Um unseren heutigen Bericht etwas interaktiver zu machen, haben wir ein kleines Quiz vorbereitet. Wer uns die korrekten Namen der drei abgebildeten Tiere schreibt, erhält einen gratis Eintritt im Zoo Chiang Mai (exkl. Flug, Treibstoffzuschlag, Hotel, Tuk Tuk-Transfer). Wir erwarten Eure Antworten.
Heute fuhren wir ins "Elefant Conservation Center". Hier erhalten Elefanten eine traditionelle Ausbildung zum Arbeitselefanten und auch eine kostenlose medizinische Betreuung durch das angegliederte Elefantenspital. Nach dem Elefantenbaden und der Arbeitsvorführung besuchten wir das Spital. Hier wurde gerade ein Bulle rektalisiert, um anschliessend ein Ultraschall durchzuführen (wäre doch auch was für Prof. J. Lang, oder? Gehört das zum Residency-Programm Radiologie?). Die medizinische Betreuung ist sehr rudimentär. Es stehen nur wenige Medikamente zur Verfügung; das Vetanarcol enthält hier noch sehr viel Schwarzpulver und Blei. Für eine adäquate Flüssigkeitstherapie ist jedoch gesorgt: 20l Ringer-Laktat pro Tag.
Durch die Steinzeit nach Elephantenhausen remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Nicht nur der Name, auch die Stadt ist riesig. Sie ist zu gleichen Teilen faszinierend wie auch abstossend. Luxus und Armut gehen Hand in Hand zusammen; tiefgekühlte Einkaufschlösser und Hotels grenzen an Abwasserkanäle und Slumviertel.
In den Strassen herrscht das pure Chaos. Hier gilt das altbewehrte Faustrecht "der Stärkere gewinnt". Ab und zu erspäht man im Dunst ganz verschwommen einen Polizisten, der hilflos ins Funkgerät hustet: "mayday, mayday, we have ä stau here". Zudem wimmelt es von uniformierten Trillerpfeifen mit weissen Handschuhen. Sie sorgen für Sicherheit auf dem Trottoir: "Autos first!". Als Fussgänger kann man froh sein, wenn man am Abend wieder heil in den heimischen viel Hotelwänden ist.
Bangkok sei die Stadt mit den schönsten Tempeln Thailands. Wir haben sehr viele besucht. Es ist eindrücklich, wie tief der Buddhismus in diesem Volk verankert zu sein scheint. Doch mit den Tempeln ist es wie mit den Kirchen in Rom - wer meint, er könne alle besuchen, der irrt sich gewaltig. Auch hier gilt Qualität vor Quantität, oder "die guten ist Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen".
Doch nun von Anfang an. Wir standen also am Sonntag alleine mit unseren Tevas in den Strassen von Bangkok ohne Unterkunft. Voller Frust machten wir uns auf die Suche nach einem Bett und wurden nach mehreren Hotelbesichtigungen in einer kleinen Herberge fündig. Todmüde fielen wir ins plastifizierte Bett und träumten vom schönen 'Chan Cha Lay' in Krabi. Frühmorgens machten wir eine neue Online-Buchung fürs Woraburi und bezahlten dieses Mal Cash in der Bank ein - und welch Wunder, wir konnten bald darauf im Hotel einchecken. Leider war unsere Zimmerklasse voll belegt, so dass wir 2 Nächte im Super-Deluxe-Room übernachten mussten.
Vom Hotel aus machten wir täglich unsere Entdeckungs- und Abenteuertouren im Stadtjungle. Trotz schweizerischer Präzisionsplanung am Abend zuvor konnte unser Tagesprogramm nie orginal abgehalten werden. Dennoch haben wir das wichtigste gesehen: Golden Mountain, Grand Palace, Wat Pho, Wat Arun, Standing Buddha, Marble Temple,...
Unterwegs waren wir immer mit Skytrain, U-Bahn oder Bussen. Tuk-Tuk haben wir nur den Hotelservice in der Soi 4 genutzt, Taxifahrer haben wir kategorisch ignoriert. Wer geglaubt hat, dass man in Bangkok nicht Busfahren kann, der hat sich geirrt: es gibt nämlich eine Logik im Chaos. Man braucht nur die 'Map of Bangkok' vom 'Duty free King', einen highspeed-online-GPS-Kartenleser und etwas Mut und schon kann die Grossstadtsafari beginnen. Unser Fazit: wir sind immer ans richtige Ziel gekommen!
Wenn uns der Rummel zu viel wurde, flohen wir entweder in die Hotel-Pooloase oder in einen Luxuskühlschrank zum Shoppen, ins Kino gehen oder wir assen uns kreuz und quer durch Asien im Food Court. Am letzten Abend genossen wir eine Vorstellung im thailändischen Puppentheater (Joe Louis Puppentheater). Hier wurde mit Puppen, Schattenfiguren, Maskentänzer und Musik die Entstehung der Mondfinsternis erzählt. Wir waren hellbegeistert.
Nach fünf interessanten Tagen sind wir gesättigt von der Feinstaubbelastung und machen uns aus dem Staub (oder besser Smog) und ziehen Richtung Norden.
Unten finden Bangkok-Greenhorns ein paar Tips und Tricks:
Bangkok remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Was machen Karin und Sascha am 1. August in Asien? Ist doch klar, wir gehen tagsüber tauchen und am Abend geniessen wir ein Fondue mit Freunden am Pool. Frühmorgens gings per Tauchboot hinaus. Drei Tauchgänge standen auf dem Programm - ein Wracktauchgang (King Cruiser; dort sahen wir zum 1. Mal eine riesige Wasserschildkröte), ein Rifftauchgang (mit dem 1. Hai; er war bestimmt mindestens 13.89m lang (Leopard Hai - für Laien: er hat keine Zähne), zum Abschluss ein Steilwandtauchgang (tausende von Nacktschnecken (im Bademantel natürlich)). Zwischen den Tauchgängen änderte sich unser Wohlbefinden dem Wetter und Wellengang entsprechend - das Wetter wurde zum Schluss immer besser...
Paul (unser Gastvater) hat uns am Abend, zusammen mit Schweizerfreunden, zu einem Original Motié-Moité aus Fribourg eingeladen. Keine Ahnung ob es an den Umständen (30 °C, Thailand) oder am Fondue (und dem Koch natürlich) selbst lag, aber es war herrlich! Auch das Feuerwerk stand dem auf dem Gurten oder vor dem Kloster (damit sich alle die Dimensionen vorstellen können) in nichts nach.
Am 3. August brachen wir von Kata in Richtung Bangkok auf. Damit wir auch etwas vom Land zwischen Phuket und der Hauptstadt sehen, entschlossen wir uns, die Strecke in zwei Etapen zu machen. Zuerst gings nach Ranong - eigentlich keine Sehenswürdigkeit, doch es hat heisse (sehr heisse, 65 °C) Quellen. Da Karin's Beine immer noch etwas sonnenkrank waren, genoss nur Sascha die Vorzüge dieser asiatischen Heilkräfte.
Am nächsten Tag ging es auch schon weiter. In strömendem Regen fuhren wir der Grenze von Burma entlang nach Hua Hin. Eine Reise mit dem Bus wird nie langweilig: Das eine Mal werden Billete bis zum abhupen kontrolliert, das andere Mal sind die Schaffner damit beschäftigt, an jeder Haltestelle etwas Essbares zu ergattern, das dritte Mal hat es nicht genügend Sitzplätze. Ein weiteres Mal klappt die Klimaanlage nicht, das andere Mal regnet es dadurch in den Bus, manchmal werden sogar die Reifen gewechselt und jedes Mal gibt es einen Essenshalt. Zudem war die Aussicht grandios.
In Hua Hin kamen wir nach 7 stündiger Dschungel-Regenfahrt an. Es war nicht einfach in diesem offensichtlichen Touri-Städtchen eine gemütliche, preiswerte Bleibe zu finden. Auch hier wurden wir fündig und richteten uns vorübergehend im "Sand Inn" ein. Hua Hin ist ein alter thailändischer Badeort, der sogar das Sommerhaus des ehrenwerten Königs beherbergt. Wir haben nicht viel von diesem Prunk mitbekommen - enge Gassen mit vielen Bars (mit dazu passendem Personal/in ;-)), muffelige Backpackerabsteigen, Wolkenkratzer, überdachter Strand, quallenhaltiges Wasser, Strandrennponys... (alles zusammen jetzt mal drei, und es überbietet gar Rimini in der Hauptsaison). Riesen Spass hatten wir beim "lädele" auf dem grossen Nachtmarkt. Dort gibt es am Abend viele Essstände mit frischem Fisch, mit Liebe aufgetischte Souvenirstände (zum märten...) und fliegende Händler in den Strassen. Natürlich fehlen in Hua Hin auch die netten Schneider (immer special prices) und nervenden Tuk Tuk-Fahrer nicht.
Am Abend vor der Abreise buchten wir ein Hotel in Bangkok per Internet, da wir wussten, dass die Preise so viel günstiger sind. Nach stundenlanger Suche einigten wir uns für das Woraburi Sukhumvit Hotel. Doch irgendwie war der Wurm in der Leitung. Entweder klappte das Check-In Datum nicht oder die Kreditkarte wurde abgelehnt. Vermutlich klappte es aber dennoch, so dass wir schlafen gingen.
Je näher wir Bangkok kamen, desto grösser wurde der Verkehrssalat - drei stöckige Kreuzungsknoten, unendliche Strecken ohne U-Turns, fünfspurige Autobahnen mit nur 2 Sicherheitslinien (öhhhh....). Auch der Stau nahm stetig zu. Doch irgendwie erreichten wir den südlichen Busbahnhof dennoch. Per Stadtbus und Skyline erreichten wir problemlos Sukhumvit und fanden auf Anhieb unser Hotel. Unsere Namen waren jedoch nicht auf der Booking-Liste und so standen wir mit unseren tonnenschweren Rucksäcken und den bis zum Himmel stinkenden Tevas ohne Bett in den Strassen von Bangkok... (Fortsetzung folgt, vielleicht...)
Auf dem Weg nach Bangkok remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Den Tag darauf besuchten wir "Tiger Cave", ein weiterer Tempel mit Buddhas Fussabdruck auf einem Hügel hinter dem Tempel. Unten war geschrieben, dass es 1237 Treppen bis oben sind - ein Kinderspiel für uns. Doch nach 300 waren wir bereits klitsch nass und nach 600 verfluchten wir die Idee, da rauf zu steigen, zumal einzelne Treppen fast überhängend waren. Doch mit Müh und Not schafften wir es bis nach oben und es hat sich wirklich gelohnt: eine riesige Buddhastatue tronte auf dem Gipfel, umgeben von einer wunderschönen Aussicht über das Land. Nach einer kleinen Verschnaufpause machten wir uns wieder auf den Abstieg, er war ein bisschen weniger schweisstreibend dafür schlotterten die Knie umso mehr.
Unten angekommen war's natürlich noch nicht fertig, wir entdeckten eine Treppe in ein kleines Tal ohne Ausgang und konnten uns das natürlich nicht entgehen lassen. Durch dichten Regenwald führte ein Rundgang, der den Mönchen als Meditationsweg dient. (Selbst in den abgelegensten Tälern Thailands gibt es Mücken!).
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Diese Regenwaldwalderung mit all den verschiedenen Geräuschen und Tieren weckte in uns die Lust auf mehr. Und so verabschiedeten wir uns am nächsten Tag vom Chan cha lay in Krabi und fuhren wieder mit einem Minibus zum Khao Sok Nationalpark, dem grössten im Süden Thailands.
Wir quartierten uns bei Eit (ein sehr fröhlicher und hilfsbereiter Thai) in seinem Green Valley Resort ein und buchten für den nächsten Tag eine eintägige Tour in den Regenwald.
Früh morgens marschierten wir mit Führer Kai und Lunch im Gepäck los - 7km zum Wasserfall und wieder zurück standen auf dem Programm - ha, was sind schon 14km für uns Wandernasen! Doch sobald wir den Weg verliessen gings langsamer voran (deja vu?) - über Stock und Stein/Wurzeln, unter Büschen hindurch und über/durch Bäche und Ameisenhighways. Raubtiere gabs nur in der Beschreibung, die einzige blutrünstige Bestie mit der wir uns rumschlugen, waren die eckligen Blutegel, die als düstere Weglagerer sich auf alles stürzten, das sich bewegte - va unsere Schuhe. So waren wir alle 100m damit beschäftigt, diese Viecher von den Schuhen, Socken und Hosen zu entfernen. Egelschlussscore: Tom Winner mit 2 Saugern am Bauch und einem am Bein, Sascha 2. mit 2 Minisaugern an den Füssen und Karin klägliche Verliererin mit keinem Sauger (Kopf hoch, vielleicht klappts das nächste Mal!). Den Jungellunch )Fried Heuschrecken, spicy Bloodsucker und Noname Frosch - haha kleiner Scherz) in Bananenblättern gabs an einem lauschigen kleinen Wasserfall.
Schon ein bisschen erschöpft machten wir uns auf den Rückweg. Nur Kai hüpfte noch munter vorne weg (haiaia hier kommt Tarzan) - sein Rezept ist eine thailändische Kräutermischung: Kokablätter langsam im Mund zergehen lassen und dann runterschlucken. Diese sind gut für Muckimucki, zuviele allerdings schecht für Willy hat er uns aufgeklärt. Erschöpft vielen wir ins Bett.
Am nächsten Tag gings weiter nach Phuket, dieses Mal zur Abwechslung mit einem normalen Bus und Karaokebeschallung.
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Nach einem Zwischenstopp in Phuket town - das Tuktuk Hochland, Happy-morning-Preise und grosse Einkaufscenter - zog es uns Sonnenhungrige an den Strand von Kata. Es erwarteten uns schöne Wellen zum Bodysurfen und weisse Strände zum Ausspannen. Resultat: Sascha und Tom tragen nun die österreichischen Nationalfarben!
Tom sehnte sich so fest nach der Arbeit, dass er heute wieder in die Schweiz flog. Da es uns im Resort des Belgier Paul so gut gefällt, werden wir noch ein paar Tage hier bleiben und den ersten August mit einem Fondue moitié-moitié verbringen - muss das sein?
Von Blutsaugern und Tuk Tuk-Fahrern remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Da das Wetter nicht wirklich umwerfend war, zog es uns weiter in den Süden nach Nakhon Si Thammarat. Mit der Fähre ging es zuerst von Nathon nach Don Sak, von wo es mit dem Mini-AC-Speedbus (keine Ahnung von Aquaplaning; 300 mph bei tropischen Wolkenbrüchen und 0.5 Meter Sicht) weiter ging nach Nakhon. Dort angekommen, merkten wir bald einmal den Unterschied zwischen Tourismus-Thailand und Nicht-Tourismus-Thailand. Wir waren vermutlich die einzigen Westler in der ganzen Stadt. Für einmal waren also wir die Attraktion. Verständigen konnten wir uns knapp - fürs Hotel und Essen hats gereicht. Nach einem Tempelbesuch (es SOLL der 2. grösste Tempel im Land sein) und Tom`s Ersteigerung von Schattenfiguren aus Leder, hielt uns nichts mehr zurück.
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Vorbei an Gummibaum-Plantagen, Regenwald, Palmen und Chaotenhäuserbauten flogen wir in einem weiteren AC-Thaibus quer über die südliche Halbinsel nach Krabi. Begrüsst wurden wir von einem heftigen Regensturm. Nach einer feinen Pizza fanden wir aber bald einmal ein himmlisches (da himmelblau gestrichen) Guesthouse im IKEA-Look (bei Nachfrage liefert die Redaktion auch die genaue Adresse).![]()
Krabi ist super. Es gibt hier viel mehr zu sehen und zu tun, als dass wir dafür Zeit und Geld hätten. Daher versuchen wir uns auf einige Sachen zu beschränken. Gestern waren wir baden in Ray Lay Beach, heute fuhren wir nach Koh Phi Phi und falls das Wetter mitspielt haben wir morgen ein Rendez-vous mit 007.
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Die Sonnenstube von Thailand remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Im Flughafen von Bangkok klappte alles problemlos. Wir fanden sogar Tom in Mitten aller Touristen, einsam und verlassen in der Eingangshalle. Die Erleichterung war ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Vom Flughafen ging es mit dem Bus direkt zum Bahnhof, von wo es mit dem Schlafzug (tagsüber) nach Chumphon ging. ![]()
Dort standen wir mitten in der Nacht (11 Uhr) vor unserem verschlossenen Guesthouse. Doch als uns dann der aufmerksame Nachbar die Nachtklingel zeigte, konnten wir wenige Minuten später totmüde nach 37 Stunden Reise ins Bett plumpsen (chr, chr, chr, chr, chr,...).
Frühmorgens ging der Trip jedoch sofort weiter, denn unser erstes grosse Reiseziel war Koh Tao, die Schildkröten-Insel. Dort fanden wir in der wunderschönen kleinen Bucht Ao Tanote ein Bungalow. Dort verbrachten wir die nächsten 3 Tage mit ausspannen, tauchen, schlafen und essen (yammie, yammie,...). Das Tauchen war gut; nicht super, aber gut. Die Sicht war durch das etwas stürmische Wetter stark beeinträchtigt. Leider konnten wir die erwarteten Schildkröten nicht finden, auch die Haie waren nicht zu Hause (jedenfalls nicht auf unserem Stockwerk).
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Heute sind wir nun mit dem schnellen Katamaran nach Koh Samui weitergefahren. ![]()
Nach einem Abstecher beim Hundschopf (ein verrückter Berner ex Bronco, so sieht er zumindest aus, hat sein eigenes Bungalow-Resort aufgebaut inklusive YB-/SCB-Tisch, Willisauer Zwetschgenschnaps, Appenzeller, Rösti und Hundschopftreppe direkt zum Strand) haben wir uns nun im Palm Point Village für die nächsten Tage niedergelassen.
Im Süden von Thailand remains copyright of the author kasa, a member of the travel community Travellerspoint.
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Unser kleines, gemütliches Zuhause ist vor einer Woche zu einer Baustelle verkommen. Überall standen Kisten und Möbelstücke im Weg. Täglich türmten sich die mächtigen Kisten höher und höher. Am letzen Donnerstag verabschiedeten wir uns von unsern Designermöbel und verfrachteten sie in ein Möbellager, wo sie jetzt einsam und verlassen in einem stickigen, dunklen und langsam vor sich hin rostenden Container stehen. Niemand weiss wie lange sie dort ausharren müssen und wo sie das Licht der Welt wieder erblicken werden.
Die letzten Wochen waren so etwas wie ein kleines Trainingscamp. Wir haben jede Möglichkeit genutzt, um unser Equipment zu testen. Über Auffahrt war es vor allem das Wander- und Trekkingequipment, welches inspiziert wurde. Zum Kongress in Edinburgh durften unsere Kofferrucksäcke dann zum ersten Mal fliegen.
In den kommenden Tagen steigen nun verschiedene Abschiedsfeste, an denen wir auch dich hoffentlich noch einmal sehen werden. Sonst sagen wir schon heute: "Alles Gute und bis Weihnachten!"
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Nach reichlichen Überlegungen und Zögern haben wir uns entschieden, dass wir von Juli bis Ende Dezember 2006 eine Asienreise unternehmen. Thailand, Singapur, Bali, Vietnam und Indien sind unsere Destinationen. Mit Rucksack, Tevas und einem Stapel Reisebücher stürzen wir uns ins Abenteuer.
Zur Zeit stecken wir mitten in den Vorbereitungen. Täglich rücken wir unserem Ziel näher. Visa-Anträge müssen ausgefüllt, Impftermine vereinbart, Zahnarztbesuche abgehalten, Möbellager gesucht und Versicherungen abgeschlossen werden.
Los geht es am 11. Juli 2006...
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