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Malaysia

Entdeckungsreise entlang Malaysias Westküste nach Singapore

Georgetown (Pulau Penang) - Pulau Pangkor - Melaka - Singapore

sunny 31 °C
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Von den kalten Cameron Highlands fuhren wir wieder ans warme Meer nach Georgetown, eine alte englische Kolonialstadt. Hier leben Moslems, Christen, Hindus und Buddhisten immer noch Tür an Tür. Morgens vor dem Sonnenaufgang wird man schon vom Muezzin der Moschee zum Gebet gerufen, in den undekorativ geschmückten Chinesentempeln brennen den ganzen Tag die Räucherstäbchen und die Hindutempel leuchten in allen Farben.

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Dazwischen findet man die herrschaftlichen kolonialen Gebäude der ehemaligen englischen Machthaber.

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Chinatown hat sich uns mit viel Verkehr, verschiedenen Gebrauchswarenläden und ständigem Stromausfall präsentiert. In 'Little India' fanden wir einen Kleiderladen neben dem anderen und wir wurden mit Bollywoodmusik zugedröhnt.

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Nach 2 Tagen Georgetown zog es uns definitv an den Strand von Pulau Pangkor. Dies ist eine kleine Insel, die man von Lumut aus mit der Fähre erreicht. Unter der Woche ist die Insel ziemlich ausgestorben, wodurch wir den feinen Sandstrand mit den Palmen und den darin tummelnden Affen und Nashornvögel (Hornbills) für uns alleine hatten. Und wenn das Wetter mal nicht so wollte, verbrachten wir den Tag vor dem Bungalow mit Lesen oder Spielen (wir kennen die Karten des Siedler für 2 bald auswendig und die Patience-Partien werden auch immer spannender).

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Als letztes Ziel in Malaysia besuchten wir die Stadt Melaka, die südlich von Kuala Lumpur an der Meeresstrasse von Melaka liegt. Dieses ürsprüngliche Piratennest (wir haben leider keinen gesehen) wurde durch die Portugiesen zu einem bedeutenden Handelshafen, der dann von den Holländern und später von den Engländern eingenommen wurde. Die Stadt präsentiert sich heute als schmuckes Kolonialstädtchen, mit einem schönen historischen Zentrum und einem ruhigen Chinatown. Nur am Wochenende herrscht Betrieb in den Gassen, denn es ist Markt und Karaoke ist als Unterhaltung sehr beliebt. In jedem chinesischen Tempel und auf kleinen Bühnen geben die Einwohner von Chinatown ihr bestes (schön falsch tönt auch schön).

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Wir fanden hier auch ein wunderschönes Kolonialhaus-Hotel, das Heeren House. Unser Zimmer war mit schmucken alten Möbeln eingerichtet und der Rezeptionist, ein 3. Generation Portugiese, entpubbte sich als hervorragender Geschichtenerzähler und Fremdenführer.

Am 18. September verabschiedeten wir uns von Malaysia und der asiatischen Welt und betraten in Singapore eine völlig andere Welt.

Posted by kasa 18.09.2006 21:31 Archived in Backpacking | Malaysia Comments (2)

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Aller Anfang ist schwer - auch in Malaysia!

Kuala Lumpur - Tanah Rata (Cameron Highlands)

snow 15 °C
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Frühmorgens fuhr unser Bus von der Khao San Road in Bangkok zum Flughafen ab. Dort war der Check-in Schalter für unseren Flug noch geschlossen, so dass wir uns davor die Zeit mit Schachspielen vertrieben. Als er dann endlich aufging hatten wir natürlich Übergewicht (also das Gepäck) und so mussten wir zuerst alles umladen - welche Fluggesellschaft hat schon eine Gewichtslimite von nur 15kg?! (Name der Redaktion bekannt)

In Kuala Lumpur angekommen lief alles wie am Schnürchen: Gepäck kam sofort, Immigration klappte schnell und der Taxiservice war gut. Voller Zuversicht stiegen wir vor dem Allson Genesis Hotel, das wir über Internet gebucht haben aus. Als der nette Herr am Empfangsschalter minutenlang im Computer rumschaute, wussten wir bereits was es geschlagen hatte: KEINE RESERVATION! Nicht schon wieder! Zwar hatten wir die Bestätigung der Agentur, dass die Kreditkarte akzeptiert wurde, doch hatte sie uns am selben morgen um 5.34Uhr gemailt, dass das Hotel ausgebucht sei. Und so standen wir mit unseren tonnenschweren Rucksäcken und den bis zum Himmel stinkenden Tevas ohne Bett in den Strassen von Bangkok, ähhh Kuala Lumpur (Déjà-vu? Für uns auch!). Nach etwas Suchen wurden wir jedoch in der selben Region in einem kleinen Hotel fündig.

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Von hier aus erkundeten wir in 2 Tagen die Stadt: Nationalmoschee, KL Railway Station, Platz der Unabhängigkeit, Chinatown, KL Tower, Twintowers und vieles mehr. Im Vergleich zu Bangkok ist Kuala Lumpur viel freundlicher; es ist sauberer, übersichtlicher, weniger hektisch und alles scheint etwas organisierter zu sein. Der öffentliche Verkehr ist viel besser (weniger Stau, keine Tuk Tuk's, gutes Monorail- und U-Bahnnetz). Was auch anders ist, ist die Omnipräsenz des Isam: viele Leute sind der Religion entsprechend angezogen (Kopftücher, Männer in weissen Röcken), überall stehen Moscheen, die Gebäude sind voll von muslimischen Symbolen.

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Nicht nur die Leute und die Stadt sind anders als in Thailand, auch mit dem Reisen hatten wir zuerst Mühe, uns umzustellen. Da die meisten Hotels in der Stadt momentan ausgebucht sein sollen, hatten wir Angst, dass wir nun die ganze Tour bis nach Singapore durchplanen müssen. Da wir unsere Reiseroute noch nicht festgelegt hatten und uns im Hotel nicht besonders wohl fühlten (Kakerlaken, besoffene laute Nachbarn) flohen wir mit gemischten Gefühlen in die Cameron Highlands.

Hier oben auf ca. 1500 m.ü.M. konnten wir uns wieder etwas sammeln und anklimatisieren (weniger an die Kälte, mehr ans Land). In einem kleinen Guesthouse etwas weg vom Zentrum fanden wir ein nettes Zimmer und sehr herzliches Personal. Im Gespräch mit anderen Travellern durften wir feststellen, dass unsere Befürchtungen nicht wahr sind und dass wir unsere Backpackergewohnheiten betreffend Reservationen (nämlich keine) nicht ändern müssen. Darüber waren wir sehr erleichtert.

Angewöhnen mussten wir uns aber ans Klima. Wir konnten uns hier oben mit allen Schweizerinnen und Schweizern solidarisieren. 15°C am Morgen, Regen und Nebel. Das alles trägt zu einer faszinierenden Landschaftsszenerie bei. Aber Morgen soll damit fertig sein, denn es geht weiter Richtung Meer (ätschi bätschi).

Heute Morgen hatten wir eine weitere Lektion in unserer Reihe über "Landwirtschaftliche Produkte aus Asien" - das Thema heute: "Tea time". Seit 1929 wird hier oben in den Highlands Tee angepflanzt. Wir besuchten auf einer sonst mässigen Sightseeingtour das 'BOH Tea Estate':

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Die jungen Teepflanzen werden während 2 Jahren in die gewünschte Kulturform gezüchtet. Anschliessend werden die jungen Triebe alle 3 Wochen von Pflückern maschinell (früher von Hand) geerntet. Alle 3 Jahre muss der Teebusch radikal zurückgestutzt und für 3 Monate in Ruhe gelassen werden, sonst wird aus dem Busch ein Baum. Die Lebenserwartung einer Teepflanze beträgt 120 Jahre.
Nach der Ernte werden die Blätter in der Fabrik mehrere Stunden gerollt. Dadurch wird der Saft der Blätter freigesetzt, der anschliessend zur Fermentation (Geschmacksbildung) beiträgt. Dieser Rohtee wird nun getrocknet, maschinell der Grösse nach sortiert und später verpackt. Just add water and enjoy your next tea time!

Posted by kasa 09.09.2006 01:40 Archived in Backpacking | Malaysia Comments (1)

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