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Indonesia

Unterwegs in Bali

Ubud - Amed - Ubud

sunny 37 °C
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Bali ist definitiv kein Lonely-Planet-Land; das Reisen hier ist sehr mühsam und erfordert viel Handeln und Organisieren. Die öffentlichen Verkehrsmittel existieren für Touristen nicht, jedenfalls findet man sie kaum. Und so blieb uns nichts anderes übrig, als mit Chauffeur durchs Land zu reisen.

In Ubud erkundeten wir zunächst die Stadt und ihre Umgebung. Ubud wird als Künstlerstadt bezeichnet, weil sich hier in den 30er Jahren westliche Maler niedergelassen haben und so die Kunstszene geprägt haben. Heute finden sich tausende Kunstshops, in welchen allerlei Kunst und Ramsch angepriesen werden.

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Die Stadt wird von malerischen Reisterassen und Flusstälern umgeben; auf Spaziergängen erhält man einen sehr guten Eindruck davon. Nur wenige Meter ausserhalb der Strassen findet man tiefsten Urwald, gefolgt von einer patchworkartigen Kulturlandschaft.

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Einen Tag lang liessen wir uns von einem Chauffeur durch das zentrale Bali fahren. Wir besuchten dabei zahlreiche Tempel und bewunderten die wunderschöne Landschaft um den Mount Agung und Batur. Der Fahrer Gede entpuppte sich dabei als leidenschaftlichen Reiseführer und führte uns in gebrochenem Englisch in seine Religion und Kultur ein. Auch achtete er darauf, dass wir immer korrekt bekleidet die Heiligtümer betraten: richtig gebundener Sarong und Tempelschal. Wir hatten das Glück mehreren Zeremonien beiwohnen zu können. Diese farbigen Tempelfeste werden von fröhlicher Musik (für europäische Ohren etwas eintönig, blechhaft) begleitet. Die Frauen tragen ihre Opfergaben auf dem Kopf in den Tempel, wo sie gesegnet werden. Es ist faszinierend dem Treiben zuzuschauen.

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Von Ubud zog es uns an die viel gelobte Ostküste nach Amed. Als erstes mussten wir feststellen, dass es dort unausstehlich heiss und dürr ist (37°C am Tag, nur wenig kühler nachts). Auch der schwarze Steinstrand war nicht sehr einladend. So beschlossen wir, einen Tag unterwasser zu verbringen, nach dem Motto: Get wet in Amed! Unser Tauchausflug ging zum Wrack der USS Liberty, einem gesunkenen Frachter aus dem 2. Weltkrieg (angeblich Balis beliebteste Tauchdestination). Vom Wrack ansich ist kaum noch etwas zu erkennen. Dafür beeindruckt es durch eine Vielzahl an farbigen Fischen in allen Grössen und Formen und wunderschönen Weich- und Hartkorallen. Wie immer war die Luft viel zu knapp. Auch ist unsere geliebte Fotokamera nicht wasserdicht...

Auch in Amed kann man etwas lernen: „Wie wird Meersalz gewonnen?“
Entlang der Küste verdienen sich die armen Einwohner ihr Einkommen mit der Meersalzgewinnung. Das heisse und dürre Klima ist wie geschaffen dafür. Bei einem kleinen Erkundungstripp wurden uns die einzelnen Schritte mit Händen und Füssen erklärt.
Das Meerwasser wird zunächst in festen Becken aus Erde gesammelt. Durch die Hitze verdampft das Wasser und es bildet sich ein Salz-Erd-Gemisch. Dieses wird mit etwas Wasser wieder gelöst und in riesigen Trichtern abfiltriert. Die konzentrierte Salzlake wir anschliessend in ausgehölte Kokospalmenstämme gegossen und erneut der Sonne ausgesetzt. Nun fällt sich das Meersalz mehr und mehr aus, bis es schliesslich in Bambuseimern abgeschöpft und getrocknet werden kann. Abgepackt in kleine und grosse Säckchen kann man es entlang der Küstenstrasse kaufen.

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Da die Hitze schlussendlich unerträglich wurde und Amed nicht gerade viel zu bieten hat, zog es uns nach 3 Tagen wieder zurück nach Ubud. Hier verbringen wir unsere letzten Bali-Tage und bereiten uns auf Vietnam vor. Wir freuen uns jetzt schon riesig darauf!

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Zu guter Letzt ein kleiner Hinweis:

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Posted by kasa 13.10.2006 05:04 Archived in Backpacking | Indonesia Comments (1)

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Bali - Insel der Götter und Dämonen

Kuta Legian - Padang Bai - Gili Air (Lombok) - Ubud

sunny 34 °C
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Bali - Insel der Götter und Dämonen. So wird die kleine indonesische Insel in der Balisee bezeichnet. Nach einem guten Flug von Singapore her (super Flughafen!!!) über den Äquator kamen wir spätabends in Denpasar an. Alles klappte vorzüglich: Gepäckausgabe, Einreise, Zoll, Taxi. Auch beim Hotel waren uns die Götter gut gesinnt, die Internetreservation hat für einmal geklappt (Ratestogo.com sei Dank!).

Unser Hotel lag mitten im Touristenkuchen von Kuta Legian an der Südwestküste. Es war ein gutes *** Hotel mit gutem Frühstücksbuffet und kühlem Swimmingpool. Da uns der Strand nicht sonderlich gefiel, verbrachten wir die meiste Zeit im Resort. Doch es gab auch noch einen anderen Grund für unseren Rückzug: Dämonen! Ja, draussen vor dem Hotel leben in den engen Gässchen geldgierige Wichte, die nur darauf lauern, Touristen ausnehmen zu können.

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Nach drei Tagen machten wir uns auf die Spuren der Götter und fuhren nach Padang Bai. Dort fanden wir für 7 SFr. pro Nacht (inkl. Frühstück) ein nettes zweistöckiges Bambusbungalow in einem gepflegten Garten direkt am Strand. Leider gab es auch hier böse Nachtdämonen: die Fähre hornte alle 90min mindestens 4x vor dem Ablegen, die Hunde bellten im Akkord und von den Hähnen wollen wir erst gar nichts erzählen. Doch Padang Bai hat auch sehr schöne Seiten. So verbrachten wir einen ganzen Tag an unserem Halbprivatstrand in der 'Blue Lagoon'. Zwischen schwarzen Lavamuränen legten wir unsere farbigen Strandtücher in den weissen Sand und genossen das kristallklare, blaue Wasser...

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Von Padang Bai aus gibt es eine Fährverbindung nach Lombok, der Nachbarinsel Balis. Da wir sehr gutes über die Inselgruppe (Gilis) im Norden Lomboks gehört und gelesen haben, wollten wir einen Abstecher dorthin wagen. Frühmorgens quetschten wir uns mit Lastwagen, Autos und einer handvoll Traveller auf die schwimmende Rostbarke. Nach 5 Stunden Überfahrt legten wir in Lembar an, von wo uns ein Shuttelbus direkt nach Bangsal brachte. Hier wurden wir von kleinen Fischerbooten nach Gili Air verfrachtet. Nach geschlagenen 10 Stunden Reise waren wir froh, unser Gepäck neben ein Bett stellen zu können.
Da uns das Resort nicht gefiel, suchten wir am nächsten Morgen ein anderes. Fündig wurden wir im 'Sejuk Cottages'. Das ist eine brandneue kleine Bungalowanlage, welche erst im August eröffnet wurde und zum Teil immer noch im Bau steht. Hier hatten wir unser wunderschönes Bungalow mit Veranda und Himmelbett. Die Tage verbrachten wir mit Spaziergängen um die Insel, baden, schnorcheln, lesen, Sonnenuntergang geniessen und Nachtessen.

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Das Schnorcheln war ein riesen Highlight. Rund um die Inseln befinden sich viele Korallengärten. Auch wenn viele durch Dynamitfischerei, Verschmutzung und dem El-Nino-Phänomen zerstört sind, findet man immer noch wunderschöne Plätzchen. Da tummeln sich tausende farbige Korallenfische und riesige Wasserschildkröten. Sicher wäre es auch wunderschön zum Tauchen gewesen, doch leider musste Sascha seine Klimaanlagenerkältung von Kuta auskurieren (wirklich böse Geister!). Dafür charterten wir kurzum einen Tag lang ein Fischerboot mit Captain, das uns zu mehreren Schnorchelplätzen schiffte. Es war traumhaft.
Auf den Gilis fanden wir ein kleines Paradies mit freundlichen und offenen Menschen, sehr gutem Essen (täglich frischen Fisch vom Grill auf den Teller) und netter Gesellschaft. Nur der Ramadan nahm den Einheimischen die Energie, weshalb alles etwas langsamer lief (adeng adeng). Nur Nachts, nach dem Essen, hatte der Muezin scheinbar unendliche Kräfte zum Singen. Er verbreitete seine frohe Kunde stundenlang über die ganze Insel - auch ein Gebet um 2 Uhr morgens...

Nach fünf unvergesslichen Tagen verabschiedeten wir uns schweren Herzens von den Gilis und fuhren zurück nach Bali, wo wir immer noch hinduistische Götter jagen wollen. Nach einer weiteren Nacht in Padang Bai reisten wir nach Ubud, ins Herz von Bali, wo wir die Geister in einer Vollmondnacht erwarten...

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Posted by kasa 06.10.2006 04:30 Archived in Backpacking | Indonesia Comments (1)

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